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  • "PELZIG hält sich"

    Gewissen aus, Pelz an. Was jahrelang als verpönt galt, ist nun wieder Mode. Die Pelzindustrie erlebt goldene Zeiten mit noch nie dagewesenen Umsätzen.

    Elegant, protzig, geächtet, modern. Der Pelz hat schon einige Imagewandel durchlaufen, so beliebt wie heute war er wohl noch nie. Als Verzierung an Kapuzen, Schuhen, Taschen und Mützen trägt ihn die breite Masse mit einer frappierenden Begeisterung. Das Bewusstsein für Tierquälerei und Umweltverschmutzung geht unter in einem Rausch aus Plüsch und Puschel.

    Motor des Booms ist der Billiggigant China. Jedes Jahr werden in der Volksrepublik rund 70 Millionen Nerze, Füchse und Marderhunde wegen ihres Pelzes gehalten und getötet, oft unter lebensunwürdigen Bedingungen. Die Missachtung von Tierschutz, Arbeitsrechten und Umweltauflagen macht die Felle billig, teilweise sogar billiger als Kunstpelz. Durch giftige Rückstände aus den Gerbungsprozessen werden sie zum Gesundheitsrisiko. In einem Interview berichtet der Dokumentarfilmer Manfred Karremann von den Machenschaften einer rücksichtslosen Branche.

    Der Spieß hat sich umgedreht. Als Tierschützer Mitte Januar am Rande der Berlin Fashion Week gegen das Tragen von Pelz demonstrierten, wurden sie von einem Mann mit Buttersäure bespritzt. Besudelten Pelzgegner früher Pelzträger mit Stinkbomben und Farbbeuteln, so richten sich die Wurfgeschosse nun offenbar gegen sie selbst. Die Zeit der Moral ist vorbei, denn Pelz schmückt wieder völlig selbstverständlich Kapuzenkragen, Bommelmützen, Stiefel, Taschen, Westen, Jacken und Mäntel. Das schlechte Gewissen, das Tierschutzorganisationen in den Neunziger jahren erfolgreich verbreitet hatten, ist untergegangen in einem Rausch aus Plüsch und Puschel.

    Unversehens sind goldene Zeiten für die Pelzindustrie angebrochen. Seit Jahren wachsen Branche, Farmen und Geschäft. "Der Umsatz ist auf Rekordhöhe", schreibt die International Fur Trade Federation (IFTF), der Weltverband der Pelzhändler. 2010 habe die globale Pelzindustrie mehr als 10,2 Milliarden Euro Umsatz gemacht, 70 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Die IFTF glaubt an noch mindestens zehn Jahre Wachstum. Allein deutsche Händler kauften 2012 fast viermal so viele rohe Nerzfelle wie vier Jahre zuvor. Die Deutschen zählen zu den besten Kunden eines Giganten, der bereits viele andere Märkte dominiert: China. Wenn in den anderen pelzproduzierenden Ländern das Geschäft boomt, dann geht es in China durch die Decke. Die Tiere, billige Arbeitskräfte und die Umwelt zahlen einen hohen Preis dafür.

    Die meisten großen Pelztierfarmen wurden erst in den letzten zehn Jahren im kalten Norden Chinas aus dem Boden gestampft. Mehrere tausend Tiere fristen auf jeder dieser Farmen in eng aneinandergereihten Käfigen ein lebensunwürdiges Dasein, sie schützt kein Gesetz. Jedes Jahr werden in China nach Schätzungen 70 Millionen Nerze, Füchse und Marderhunde getötet, da sind sie noch kein Jahr alt. Nicht selten leben sie noch, wenn ihnen das Fell abgezogen wird. Die meisten Pelzfarmer züchten und töten nach eigenem Ermessen, es gibt keine Vorschriften, an die sie sich halten müssten. Auf diese Weise schafft es China, billiger zu sein als alle anderen Länder. Das mindert zwar die Qualität der Felle, macht sie aber auch für die breite Mittelschicht erschwinglich, die sich teure Qualitätsprodukte nicht leisten kann.

    Quelle: www.greenpeace-magazin.de

    Drei Fragen in einem Zeitungsartikel mit dem Titel "PELZIG hält sich" an eine Verantwortliche der Pelzindustrie namens Susanne Kolb-Wachtel und deren tierverachtende Antworten:

    Frage: Woran liegt es, dass auch in Deutschland wieder vermehrt Pelz getragen wird?

    Kolb-Wachtel: Die Zeit der Selbstverleugnung und Askese ist definitiv mit dem Ende des Jahrhunderts vorbei. Hedonismus und Selbstverwöhnen ist angesagter denn je. Hinzu kommt, dass Frauen emanzipierter sind als früher. Unsere Erst-Pelz-Kundinnen sind heute auch deutlich jünger. Und, wenn etwas lange aus dem modischen Fokus verschwindet, wirkt es wieder neu, wenn es wieder auftaucht.

    Frage: Ist es vertretbar, rein der Mode wegen, Tiere zu züchten und zu töten?

    Kolb-Wachtel: Ja, wenn man grundsätzlich das Züchten von Tieren akzeptiert, ist die Frage nur, ob ich das Tier seiner Art gerecht halte und töte. Dem Tier ist es egal, wofür es getötet wird, ob für meine Hühnerbrust, mein Steak, mein Babylammfell für den Kinderwagen oder für einen Pelzmantel.

    Frage: Wann wird die europäische Kennzeichnungspflicht durchgesetzt?

    Kolb-Wachtel: Offenbar kann man sich in der EU auf keine einheitliche Kennzeichnung einigen. Das war für uns schon seit Langem unbefriedigend und deshalb wurde durch die Pelzbranche 2003 ein eigenes Labelling eingeführt. Das gilt aber nur für Ganzpelzteile, die ja zu 90 Prozent über die Pelzbranche verkauft werden. Auf unseren Etiketten werden das Tier und auch seine zoologische Bezeichnung genannt.

    Hierzu ein Statement von Herrn Ulrich Dittmann:

    Die Niveaulosigkeit der Pelzlobby ist wirklich schweißtreibend. Man kann nur noch fragen: "Wie wünschen gnäd´ge Schicki-Micki-Madame denn ihren Pelz - erdrosselt, erschlagen, vergast, oder aus der Falle?"
    Eventuell auf "zertifizierte" Felle hinweisen, oder mit sonstigem zu Papier gebrachten, volksverdummenden Gefälligkeitsgutachten die Kunden "beruhigen" wollen - greift nicht. Denn die Tiere werden auf jeden Fall massakriert. Ein freiwilliges, aufopferungsvolles, friedliches Einschlafen für die lieben Pelzträger, hat sich bei den Tieren einfach noch nicht durchgesetzt - auch wenn uns das S. Kolb-Wachtel vom Pelzinstitut nur allzu gerne einflüstern möchte.

    Für Felle und Pelzträger bringt heute eine aufgeklärte Bevölkerung kein Verständnis mehr auf - analog man auch für das Tragen von Skalp-Trophäen wie früher durchaus üblich, heute kein Verständnis mehr aufbringt.
    Felle tragen nach Neandertal-Mentalität soll nach Meinung der Pelzindustrie "Stil und Vornehmheit repräsentieren" ..... aber bei soviel Qual, Not und Blut der geschundenen Kreatur, enthüllt Pelz eine ganz andere Mentalität: "Gefühlskälte, Arroganz und nichts als eitle Dummheit” - sei abschließend noch der bekannte Verhaltensforscher Vitus B. Dröscher zitiert. Nur der Weise vermag von Dummheit und Gleichgültigkeit (und peinlichem Verhalten!) zu Weisheit und Empathie zu reisen - Befürworter von Fellbekleidung sollten sich hier endlich auf den Weg machen.

    Freundliche Grüße
    Ulrich Dittmann

  • Wie typisch für unsere "grossartige" EU : Bürgerinitiative gegen TTIP abgelehnt!

    Die nunmehr erfolgte Ablehnung dieser wichtigen Bürgerinitiative seitens der EU zeigt überdeutlich: Die Bürger dürfen nicht mitreden, sondern werden stattdessen über den Tisch gezogen!

    An Enthusiasmus lässt es unsere Regierung, allen voran Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, ja nicht mangeln, um uns das Freihandelsabkommen TTIP schmackhaft zu machen. Arbeitsplätze, Kostensenkungen, Wirtschaftswachstum für 800 Millionen Verbraucher - und was nicht alles! Doch um es ganz klar zu sagen: TTIP ist ein einziger großer Bluff und wir Verbraucher und Bürger werden von unseren "ehrenwerten" Politikern wieder einmal getäuscht und verdummend über den Tisch gezogen!

    Foodwatch schreibt hierzu:

    Täuschungsmanöver 1: Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze
    Selbst die Studie des konservativen IFO-Institutes kommt nicht zu diesem Ergebnis. Pro Kopf soll sich das Einkommen gerade mal um 0,5 Prozent erhöhen, aber erst nach 10 bis 15 Jahren! Ganz zu schweigen davon, wem dieses so ferne wirtschaftliche Wachstum eigentlich zu Gute kommt. Auch spürbare Beschäftigungseffekte werden nicht erwartet. Sogar das Gegenteil kann eintreten: Arbeitsplatzverluste durch Rationalisierungsmaßnahmen! Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin: Warum erzählen Sie uns was von den "positiven Auswirkungen auf deutsche Exporte und Arbeitsplätze"?

    Täuschungsmanöver 2: Keine Absenkung der Standards im Verbraucherschutz
    Schön wäre es! Doch das Verhandlungsmandat der EU mit den USA lässt genau dies befürchten: Das EU-"Vorsorgeprinzip" wird aufgeweicht. Bisher gilt bei uns: Ein Stoff darf nicht zugelassen werden, wenn ein Risiko von ihm ausgeht. Die Praxis in den USA dagegen, salopp ausgedrückt: Es muss erst die Leiche her, bevor ein Verbot ausgesprochen wird. Aber Verbraucherminister Heiko Maas behauptet vollmundig: "Das Vorsorgeprinzip steht nicht zur Disposition"! Sehr geehrter Herr Minister Maas, würden Sie mal bitte einen Blick in das Verhandlungsmandat werfen!

    Täuschungsmanöver 3: Mit dem Chlorhühnchen wird von den Problemen abgelenkt
    "Ich kann den Deutschen versichern, dass es weder Chlorhühnchen noch Hormonfleisch bei uns geben wird!", so Angela Merkel. Ein Erfolg? Ganz und gar nicht. Zwar müssen wir jetzt keine Angst haben, dass Chlorhühnchen oder Hormonfleisch auf unserem Teller landet. Aber TTIP sorgt gleichzeitig dafür, skandalöse Zustände bei uns zu erhalten: Exzessiver Antibiotika-Einsatz in der Tiermast, Dioxin-Eier, Verschmutzung des Grundwassers durch Gülle. Das und vieles mehr wird durch TTIP festgeschrieben. Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin: Für uns ist es kein Trost, wenn Sie versprechen, dass unsere Standards nicht abgesenkt werden. Denn wir wollen, dass diese angehoben werden. Aber durch TTIP werden unsere Standards völkerrechtlich zementiert und können nicht mehr verbessert werden!

    Täuschungsmanöver 4: Keine privaten Schiedsgerichte für Konzern-Klagen gegen Staaten
    Was für ein Unding! Private Schiedsgerichte dürfen Staaten z.B. wegen Umweltschutzmaßnahmen verklagen, wenn ihre Gewinne gefährdet sind. Selbst Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist davon überzeugt, dass diese Schiedsgerichte eine Gefahr für die Demokratie sind: "Zusätzliche Institutionen für eine eigene Schiedsgerichtsbarkeit braucht es (...) nicht", verspricht er daher. Herr Minister, genau diese Schiedsgerichte stehen im fertig ausgehandelten Freihandelsabkommen CETA mit Kanada, das bald in Kraft gesetzt werden soll. Schaut man in den Vertragstext, ist der Fall klar: Bei CETA soll die private Schiedsgerichtsbarkeit anerkannt werden. Damit würde ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen. Denn was Sie bei CETA billigen, können Sie bei TTIP nicht ablehnen! Sie brechen Ihr Wort, wenn Sie CETA so zustimmen!

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    Im Namen des Tierschutzes

    Immer wieder gibt es Zoff rund um den Tierschutz und Tierschutzaktivisten haben nicht selten eine Menge Ärger mit dem Staat. Tierschützer erstatten Anzeigen gegen Tierquäler und Tierquäler erstatten ebenso Anzeigen gegen vermeintlich "radikale" Tierschützer, was uns der nachfolgende Video-Beitrag von Radio Bremen deutlich vor Augen führt. Aber wer ist letztlich und tatsächlich der "Bösewicht" : der Tierversuchsgegner, der Tierquälerei öffentlich anprangert und als Anwalt der Tiere unter Umständen auch zulässige Grenzen zu überschreiten gezwungen ist, oder der Tier-Experimentator, der immer wieder betont, dass ein Tier doch nur ein Tier sei und mit solch einem hirnrissigen Argument seine Tierversuche zu bagatellisieren und zu legitimieren bemüht ist?

  • Undercover-Recherche in einem Versuchslabor des Max-Plank-Instituts in Tübingen

    ZITAT DER WOCHE :

    Ein verdeckter Ermittler von SOKO Tierschutz arbeitete 6 1/2 Monate lang im Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen. Hierbei filmte der SOKO Tierschutz Aktivist eine grausame Forschung: Affen, die versuchen sich ihre Kopfimplantate aus dem Schädel zu reißen, blutüberströmte Tiere, Verhaltensstörungen und den erbarmungslosen Wasserentzug, um die Tiere zur Kooperation zu zwingen.

    Diese Aufnahmen belegen, dass sowohl die Öffentlichkeit als auch die Behörden bisher mit Aussagen über Versuche mit angeblich geringer oder mittlerer Belastung und angeblich auch freiwillig kooperierenden Affen getäuscht und belogen wurden. SOKO Tierschutz veröffentlichte diese neu schockierende Undercover-Recherche am Mittwoch, dem 10.09.2014, um 22:15 Uhr bei Stern TV.

    Während das Bundesverwaltungsgericht Versuchen an Affen grünes Licht gibt und die Tierversuchsindustrie von den Grausamkeiten der Versuche abzulenken versucht, zeigt uns nachfolgendes Video, was in einem der berüchtigsten Versuchslabore Deutschlands, dem Max-Planck-Institut in Tübingen wirklich geschieht und wie schrecklich die Tiere leiden. Kurzum: Ein exklusiver Einblick in die "moderne Wissenschaft" von heute :

    Gegen die Ständerhaltung von Kutschpferden in Berlin

    Die Ständerhaltung von Pferden, also eine dauerhafte Fixierung mit einer Kette oder einem Strick, gilt als absolut tierschutzwidrig. Viele Bundesländer haben sie daher ausdrücklich verboten, nicht so Berlin. Nun hat das Deutsche Tierschutzbüro e.V. dokumentiert, dass Kutschpferde in Berlin in tierschutzwidriger Ständerhaltung gehalten werden. Der Verein hat Strafanzeige erstattet und fordert die Politik zum Handeln auf.

    Unter natürlichen Bedingungen bewegen sich Pferde bist zu 16 Stunden täglich. Bewegungsmangel kann bei den Tieren zu Verhaltensstörungen und Schäden am Bewegungsapparat führen. Entsprechend heißt es in den vom Bundesministerium veröffentlichten “Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten”: “In allen Pferdehaltungen ist daher täglich für ausreichende, den physiologischen Anforderungen entsprechende Bewegung der Pferde zu sorgen.” Und: “Die dauerhafte Anbindehaltung (Ständerhaltung) von Pferden ist tierschutzwidrig.“

    Doch nicht nur die ausgedienten Kutschpferde leiden, sondern auch ihre Artgenossen, die vor dem Brandenburger Tor auf zahlende Kundschaft warten müssen. Erst vor wenigen Tagen wurden dort von Tierfreunden wieder bis auf die Knochen abgemagerte Pferde beobachtet. Auch in diesem Fall ist das Deutsche Tierschutzbüro aktiv geworden.

    Stefan Klippstein fordert, Pferdekutschen in Berlin endlich zu verbieten. „Überwachungen und Kontrollen helfen hier nicht“, so Klippstein. „Die Autoabgase und das Laufen auf hartem Zement machen die Tiere auf Dauer krank. Der Lärm des Verkehrs, genervt hupende Autofahrer bedeuten Stress für die Tiere. Pferde haben nichts inmitten des Berliner Straßenverkehrs zu suchen. Es ist an der Zeit, dass die Berliner Politiker ein Zeichen für den Tierschutz setzen und dieses Tierleid in unserer Innenstadt verbieten.“

  • In eigener Sache: Altersarmut auf dem Vormarsch

    Zunächst einige Ausführungen zu meiner gegenwärtig finanziellen Situation:

    Kürzlich hatte ich ein Gespräch mit einem meiner Kumpels und meinte zu ihm, dass es ihm doch um einiges besser zu Gesicht stehen würde, zukünftig etwas weniger geizig und weniger besorgt um seinen Geldbeutel zu sein als gewohnt und üblich, denn immerhin hätte er angesichts seiner finanziellen Situation als Hartz IV-Empfänger doch weit weniger finanzielle Probleme und Schwierigkeiten als ich.

    Auch wenn es mich nicht sonderlich wunderte, dass er dies vehement abstritt, so ärgerte es mich aber dennoch, dass er mich offenbar für einen grossen Dummkopf hielt und mir erwiderte: "Das bildest Du Dir nur ein! Auf gar keinen Fall stehe ich finanziell besser da als Du!"
    Aha, da hatte ich dank seiner Aufklärung also wieder einmal etwas Wichtiges hinzugelernt, nämlich dass eine angebliche "Einbildung" in meinem Kopf offenbar meinen Verstand außer Kraft setzte und mich Dinge sagen ließ, die scheinbar jeglicher Realität entbehrten.

    Aber eben nur angeblich und entsprechend der festen Überzeugung oder auch bewusst behaupteten Lüge besagten Kumpels, denn nur einen Tag später redeten wir nochmals über dieses Thema und dank einiger kinderleichten Rechenaufgaben stellte sich eindeutig heraus, dass ihm als Hartz IV-Empänger nach Abzug all seiner monatlichen Fixkosten zirka 350.- Euro pro Monat für seinen Lebensunterhalt verblieben. Aber damit noch nicht genug, denn nun galt es, jenem Besserwisser, der doch letztlich gemeint und herumgequasselt hatte, dass meine Behauptungen nur auf bloßer Einbildung beruhen würden, Schwarz auf Weiss vorzurechnen, welch ein kläglicher Betrag nach Abzug aller regelmäßigen und monatlich erfolgenden Abbuchungen pro Monat für meinen Lebensunterhalt übrig blieb.
    Das schlichte Rechen-Ergebnis: 123.- Euro !!!

    123.- Euro für:

    • meinen Bedarf an Essen und Trinken,
    • für meine Hündin Nicky, die ebenso ihr Futter braucht, auch mal zum Tierarzt muss und wegen ihrer Epilepsie auch täglich ein erforderliches und keineswegs billiges Medikament benötigt,
    • für Erfordernisse im Haushalt,
    • für eventuell anfallende Reparaturkosten,
    • für so mancherlei Dinge u. unerwartete Ausgaben, mit denen man meistens gar nicht gerechnet hat,
    • für Rücklagen zwecks besonderer Not-Situationen und .... und .... und .......


    Aber schauen wir uns die Gründe und Ursachen für dieses klägliche Rest-Guthaben in Höhe von nur 123.- Euro einmal etwas genauer an: Bezüglich meines Hartz-IV-Einkommens erhielt ich bisher monatlich für meinen sog. Regelbedarf 391,- Euro und zwecks Miete, Neben - und Heizkosten einen Betrag in Höhe von 304,12 Euro. Dies ergibt einen Gesamtbetrag in Höhe von 695,12 Euro.

    Hierzu ist lediglich zu ergänzen, dass ich mit 63 qm Wohnraum in einer für mich angeblich "unangemessenen" und zu grossen Wohnung lebe und mir als Hartz IV-Empfänger nur 45 qm Wohnraum zustehen. Aber da bereits schon seit frühester Kindheit an diese Wohnung mein vertrautes Zuhause ist (seit 1958), kommt ein Wohnungswechsel für mich selbstverständlich nur noch sehr ungern und widerwillig in Frage, zumal man ja auch keinen älteren Baum verpflanzen sollte, da er sonst eingeht und verkümmert. Aber dies interessiert natürlich weder das Arbeitsamt noch den Gesetzgeber. Und dementsprechend schlägt mir eben ein sehr fragwürdiges Gesetz mit voller Wucht seine Faust ins Gesicht, indem letztlich nur die für mich zulässigen 45 Quadratmeter Wohnraum für den sog. Miet-Zuschuss berechnet werden und somit besagter Regelsatz in Höhe von 390.-Euro um ein Vielfaches erheblich geschmälert wird.

    Jenes Gesetz, welches besagt, dass für Hartz IV-Empfänger nur 45 qm Wohnraum zulässig bzw. angemessen sind, vermag ich übrigens nur wenig nachzuvollziehen, denn würde ich - nur mal angenommen - eine weit kleinere Wohnung beziehen und müsste für diese unter Umständen ebenso viel Miete oder auch erheblich mehr Miete zahlen als für meine grössere und gegenwärtige Wohnung, so würden diese Unterkunftskosten ohne Einschränkung und Reduzierung vom Väterchen Staat in voller Höhe gezahlt und erstattet werden. Wie merkwürdig und kurios, dass dementsprechend nicht etwa die Höhe der Miete das entscheidende Kriterium ist, sondern die Fläche des vorhandenen und bewohnten Wohnraumes - als ob eine kleinere Wohnung stets und immer die erheblich billigere Wohnung wäre.

    Aber zurück zum Ausgangspunkt:
    Insgesamt und bisher betrug mein monatliches Hartz IV-Einkommen also 695,12 Euro, die auch durchaus ausreichend sein würden, wenn andererseits die Lebensunterhaltungskosten nicht Monat für Monat so unerbittlich hart zuschlagen würden, so dass bereits schon Anfang des Monats der klägliche und armselige Geldbeutel erschreckend leer und ausgeplündert ist.

    Nachfolgend eine von mir erstellte Liste über die monatlichen Abbuchungen und Kosten, die letztlich ein sehr tiefes Loch in mein Portemonnaie hineinfressen:

    Angesichts dieser hier aufgelisteten Ausgaben und Abbuchungen steht unweigerlich und logischerweise die Frage im Raum: Was kann hier gespart und notfalls auch als unnötiger "Luxus" gekündigt und an den Nagel gehängt werden? Die beiden Zeitschriften-Abos, bei denen es sich einerseits um eine Computerzeitschrift handelt und andererseits um die Zeitschrift "Freiheit für Tiere" vom Brennglas-Verlag? Okay, die Computerzeitschrift ist nicht unbedingt nötig, jedoch von der Zeitschrift "Freiheit für Tiere" möchte ich mich auf gar keinen Fall gerne trennen.

    Mir wohlwollende Freunde werden mir sicherlich raten, dass es in meinem Fall doch sehr vernünftig wäre, mich von meinem vierrädrigen und motorisierten Fortbewegungsmittel zu trennen, also von meinem greisenhaften Opel Corsa, der bereits 1996 das Licht dieser Welt erblickte und selbstverständlich auch seinen finanziellen Tribut einfordert. Schön und gut, aber ohne dieses Automobil wäre ich letztlich ganz und gar aufgeschmissen, denn in meinem Wohnort gibt es leider keinen Einkaufsmarkt und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist nicht nur sehr zeitaufwendig, sondern ebenso kostspielig wie das Futter für den Benzin-Tank meines ergrauten Opels - ganz davon abgesehen, dass ich ja mit meiner Nicky dann und wann auch ´mal den Tierarzt aufsuchen muss und bei diesbezüglich dringlichen Notfällen keineswegs auf den Fahrplan des Busses angewiesen sein möchte.

    Bleibt also nur die Gartenpacht, die PC-Zeitschrift und die Unfall-Versicherung, die ich kündigen und somit zum Fenster hinauswerfen könnte, wobei die Unfall-Versicherung leider erst 2016 kündbar ist. Eine Hausrat-Versicherung habe ich übrigens auch noch, die ich auf obiger Liste aufzuführen vergessen habe und welche mich monatlich 8.- Euro kostet.

    Kurzum: Kann mir vielleicht ´mal jemand eine gute Empfehlung ins Ohr flüstern, wie man Monat für Monat mit nur zirka 120.- Euro einigermaßen gut über die Runden kommt? Ich glaube nicht, dass es derartige "Emfpehlungen" vom Himmel regnen wird und andererseits scheint sich meine finanzielle Misere alsbald auch noch zu verschlechtern, denn vor zirka 4 Monaten wurde ich vom Arbeitsamt sozusagen "zwangs-verrentet" und bezugnehmend auf dementsprechend gesetzliche Bestimmungen und Regelungen dazu aufgefordert, umgehend Altersrente zu beantragen, da ab 01. Oktober 2014 mein Anspruch auf Arbeitslosengeld II erlöschen würde.

    Somit habe ich unmittelbar nach Eingang dieses Schreibens dieser Aufforderung vom Arbeitsamt Folge geleistet und inzwischen auch meinen Rentenbescheid erhalten, der mir klipp und klar vor Augen hält, dass meine monatliche Rente 574.- Euro beträgt. Was dies bedeutet, liegt klar auf der Hand, denn nach Abbuchung der in obiger Liste aufgeführten und monatlichen Kosten verbleiben mir für meinen Lebensunterhalt dank dieser Rente nicht einmal mehr klägliche 5.- Euro. Wie soll das funktionieren?

    Und das ganz besonders Verrückte: Für den gegenwärtigen Monat September habe ich nochmals und letztmalig ALG II erhalten. Die Auszahlung meiner ersten Rente erfolgt jedoch erst Ende Oktober, wodurch eine Versorgungslücke von einem Monat vorprogrammiert ist und mir ins Haus steht. Also habe ich beim Sozialamt umgehend ein Darlehen beantragt, welches selbstverständlich zurückgezahlt werden muss und warte seither auf einen dementsprechend positiven Bescheid. Auch Wohngeld und Hilfe zum Lebensunterhalt wurden meinerseits beantragt und auch betreffs dieser beiden notwendigen und getätigten Anträge warte ich selbstverständlich auf positive Bescheide, denn andernfalls wüßte ich nicht, wie ich mit diesen 574. - Euro Altersrente abzüglich der monatlichen Fixkosten in Höhe von 572.- Euro mein zukünftiges Dasein in den Griff bekommen sollte.

    Dies alles lediglich zur Information für meine persönlichen sowie auch alle treuen Blog-Freunde, da es ja nicht auszuschliessen ist, das ich möglicherweise demnächst meinen Internet-Anschluss nicht mehr bezahlen kann und mich somit erst einmal für unabsehbare Zeit von allen regelmäßigen und treuen Blog-Lesern verabschieden müsste.

    Mit freundlichen Grüssen an Euch alle - Tierfreund Wolodja

  • Kampagne gegen weltbekannte Modeunternehmen

    Animal Equality startet Kampagne gegen weltbekannte Modeunternehmen:

    Das Rechercheteam von Animal Equality fand Beweise dafür, dass einige der größten und bekanntesten Modeunternehmen der Welt Pelz von Kaninchenbetrieben einkaufen, auf denen Bilder unvorstellbarer Grausamkeit an Tieren dokumentiert worden waren. Die Pelzlieferanten nannten ausdrücklich folgende Namen, als sie ihre Kundenlisten offenlegten: Burberry, Dior, Armani, Louis Vuitton, Yves Saint Laurent, Marc Jacobs und Diane Von Fürstenberg.

    Animal Equality hat eine Kampagne gestartet, um diese Marken dazu aufzufordern, keinen Pelz mehr zu verkaufen. Animal Equality möchte die Öffentlichkeit über die Realität hinter dieser Industrie informieren, sowie die Designer davon überzeugen, Pelz durch synthetische Alternativen zu ersetzen. Diese Alternativen imitieren die weiche Struktur von Pelz, sind leicht erhältlich und weit verbreitet.

    Bitte die Petition unterstützen :

    Petition E

    Dr. Ernst Walter-Henrich über unser Deutsches Tierschutzgesetz :

    "Die Menschen haben die Erde zu einer Hölle gemacht. Bewusste Tierquälereien sind keine Einzelfälle, sondern ein normales Massenphänomen in einem unglaublichen Ausmass. Die sogenannten Tier„schutz“gesetze in allen Ländern sind nicht einmal das Papier wert, auf dem sie geschrieben stehen. In Wahrheit legalisieren sie die Ausbeutung, das Quälen und den Mord. Geschrieben für das naive Volk, welches sich für dumm verkaufen lässt und sich durch den eigenen Konsum an Tierquälerei beteiligt. Die einzelnen Paragrafen der Tier„schutz“gesetze klingen gut. Allerdings werden sie wertlos durch den Zusatz „vernünftiger Grund“: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schaden zufügen”. Mit dem sogenannten „vernünftigen Grund“ ist jede bestialische Quälerei erlaubt. Profit, Gaumenkitzel, Mode, Vergnügen, Mordlust usw. sind alles nach dem Tier„schutz“gesetz „vernünftige Gründe“. In allen Ländern!" (Dr. Ernst Walter Henrich)

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