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  • Schweine ohne Namen

    Der Verein gegen Tierfabriken (VgT) hat in intensiver Recherchearbeit einen neuen Dokumentarfilm über die Schweinehaltung veröffentlicht. "Schweine ohne Namen" blickt hinter die Kulissen der Werbung, in der die Tiere sprechen können und noch auf rustikalen Bauernhöfen frei herumlaufen. In dieser neuen VGT-Dokumentation wird gezeigt, welche Bedürfnisse und Fähigkeiten Schweine eigentlich haben. Doch wir sehen auch, wie unsere Gesellschaft heute mit Schweinen und vielen anderen sog. "Nutztieren" umgeht.

    Die Werbung vermittelt den Konsumenten Fleisch ist gesund, Fleisch schmeckt gut. Nur allzu gern schenken Menschen diesen Werbebotschaften Glauben, vor allem, wenn sie von einem sprechenden Schwein kommen. In den Werbespots sehen wir grüne Wiesen, rustikale Bauernhöfe und glückliche Tiere. Doch wie haben die 5,5 Millionen Schweine, die jährlich in Österreich geschlachtet werden, wirklich gelebt und warum sehen wir sie nie frei herumlaufen?

    Die Dokumentation zeigt welche verheerenden Bedingungen in österreichischen Schweinemastbetrieben tatsächlich vorherrschen und wie stark sich Werbeidylle und Realität voneinander unterscheiden. „Schweine ohne Namen“ holt Schweine aus ihrer Anonymität und lässt die Zuschauer begreifen, welch soziale und intelligente Tiere Schweine sind.

  • Kaninchen oder Hamster?

    Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund,
    wo kommen die vielen Hunderttausend Kleintiere wie Meerschweinchen, Vögel, Kaninchen, Hamster und Mäuse her, die jedes Jahr im Zoofachhandel als "Heimtiere" über die Ladentheke gehen? Die Vorstellung der Käufer und die Realität könnten hier nicht weiter auseinanderliegen. Eine aktuelle PETA-Recherche deckt die branchenweit katastrophalen Zustände in den Massen - und Privatzuchten auf, wo Verzweiflung, Tod, Krankheit und Kannibalismus an der Tagesordnung sind.

    PETA ermittelte monatelang im Zoohandel und deckte katastrophale Zustände bei Zulieferern von großen Ketten wie OBI, Hagebaumarkt, Fressnapf, Dehner, Das Futterhaus, Raiffeisenmarkt oder Zoo & Co auf. Auch Report Mainz, Spiegel und andere Medien berichteten erst kürzlich über diese Recherche und die aufgedeckten Missstände.

    Unter www.PETA.de/Heimtierhandel erfahren wir, woher OBI, Hagebaumarkt, Fressnapf & Co. "ihre Ware Tier" beziehen, unter welchen Umständen die Tiere leben müssen und was wir dagegen tun können.

    In Deutschlands Wohnzimmern werden etwa 9,5 Millionen Kleintiere und Vögel gehalten. Eine mehrmonatige Recherche in den Zuchtanlagen für diese Tiere, die für den deutschen Heimtiermarkt "produziert" werden, brachte erschütternde Ergebnisse zutage PETA-Ermittler fanden viele Tausend Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen, Vögel, Ratten und Mäuse in völlig überfüllten Käfigen oder winzigen Plastikboxen, die Regal über Regal aufeinandergestapelt waren. Unzählige Tiere mussten inmitten ihrer eigenen Ausscheidungen leben. Die Tiere wurden derart vernachlässigt, dass ein großer Teil von ihnen schon tot war, verdurstete oder Verletzungen und Erkrankungen aufwies.

    Sowohl kleine Zoofachhändler als auch große Ketten wie OBI, Hagebaumarkt, Fressnapf, Dehner, Das Futterhaus, Raiffeisenmarkt und Zoo & Co. beziehen diese Tiere mittels zwischengeschalteter Großhändler aus den grauenvollen Zuchtanlagen in den Niederlanden, Tschechien und Deutschland. Ahnungslosen Kunden wird im Einzelhandel hingegen vielfach vorgetäuscht, die Tiere würden von lokalen Züchtern oder aus guten Verhältnissen stammen.

    Der in den riesigen Zuchtstätten aufgedeckte Missbrauch ist kein Einzelfall: Stichprobenartige Ermittlungen bei kleinen Züchtern, die Tiere an kleine wie auch große Zoohandlungen lieferten, zeigten ebenfalls erschütternde Zustände. Bei den Undercover-Recherchen in etwa 15 Zucht- und Großhandelsbetrieben wurden dutzendfach Verstöße gegen das Tierschutzgesetz dokumentiert. Gegen insgesamt 11 Züchter und Großhändler aus Deutschland und den Niederlanden wurde Strafanzeige erstattet.

    Hier das Video über diese PETA-Recherche: "Massentierhaltung im Heimtierhandel"

  • Brief eines Jagdgegners an ein ärztliches Ehepaar

    Brief eines Musikers, Tierfreundes und Jagdgegners an ein ärztliches Ehepaar, welches die Jagd befürwortet und Drückjagden veranstaltet :

    Sehr geehrte Frau Dr. Rebholz, sehr geehrter Herr Dr. Rebholz,
    ich habe heute gelesen, dass die von PETA gestellte Strafanzeige von der Staatsanwaltschaft Rottweil eingestellt wurde. Das dürfte Sie als Veranstalter der Drückjagd mächtig gefreut haben. Ich habe auch die Erklärungen, weshalb angeblich auch diese Drückjagd wichtig und erforderlich war, gelesen. Welche immensen Schäden durch Wild ( Rehverbiss und vor allem die gefrässigen Wildschweine ) verursacht werden.

    Zum Glück für unsere Mitgeschöpfe - für Sie und ihre Freunde sind es "Tiere", war die Ausbeute nicht wirklich groß. 2 Wildschweine, 5 Füchse und ein paar Rehe, die ihr Leben lassen mussten. Ich frage mich wirklich, was geht Ihnen da durch den Kopf, wenn Sie abdrücken? Sind Sie sich bewusst, dass Sie TÖTEN??!!!

    Das 5. Gebot in der Bibel lautet: Du sollst nicht töten!!! Und da wurde nicht unterschieden zwischen Mensch und Tier oder Nutzvieh oder Geflügel oder......

    Und dann für mich der Gipfel: Sie verdienen Ihr Geld als Frauenärzte. Was für eine Ethik, was für eine Moral???? Dann schaue ich mir ihre Website an http://www.praxis-rebholz.de/ - fröhliche Gesichter, Sie und ihre fröhlichen Mitarbeiter - ....mit moderner Medizin und fortschrittlichen Methoden erhöhen wir nicht nur Ihre Sicherheit, sondern steigern auch Ihr allgemeines Wohlbefinden (Zitat).

    Ich denke, dass ich ein wenig älter bin als Sie, verehrtes Frauenärzteehepaar im schönen Horb. Mir ist auch klar, als Sie sich auf dem Land niederließen, dass die Verbindung zu örtlichen Vereinen und Verbänden wichtig ist, um Kundschaft zu bekommen. Sie hätten aber auch zum Musikverein gehen können oder den Faschingsverein unterstützen können.

    Nachdem Sie wirtschaftlich in der Lage waren, konnten Sie sich die Jagd leisten. Schön für Sie, schlecht für die Mitgeschöpfe, die im Wald wohnen. Der Wald gehört nicht Ihnen, Familie Rebholz, der Wald gehört den Tieren....auch wenn Sie den Wald für Geld gepachtet haben!

    Sie können mir glauben, ich werde alles tun, Ihnen und Ihrem "Hobby" eine ordentliche Promotion zu verschaffen. Da ich für und mit den Medien arbeite - und auch hier im "Ländle" bestens vernetzt bin - sollen Sie bald erste Reaktionen in Form von Interviewanfragen, Berichterstattungen, Artikeln und Kommentaren aus den sozialen Medien - auf ihr Handeln spüren.
    Ich habe zum Glück viele Kollegen, die ähnlich denken wie ich. Wir sind keine Spinner, sondern "normale" und arbeitende Menschen, denen Mitgefühl und Mitleid - vor allem für die Schwächeren, ob Mensch oder "Tier" - keine Fremdworte sind.

    Mit distanzierten Grüßen
    Chris Flanger

  • NEIN zu Tierversuchen

    In den letzten Jahrzehnten mussten immer wieder im Tierversuch geprüfte Medikamente vom Markt genommen werden, weil bei Patienten nicht vorhergesehene Nebenwirkungen, zum Teil mit Todesfolge, auftraten. Allein in Deutschland sterben jährlich etwa 58.000 Patienten durch Nebenwirkungen von Medikamenten und weitere Zigtausende tragen schwere Schäden davon -- durch Arzneimittel, die zuvor ausgiebig an Tieren getestet wurden.

    Obwohl Tierversuche Medikamente keineswegs sicher machen, gelten sie immer noch als „Goldstandard" in der Forschung. Tierversuchsprojekte werden pro Jahr mit Milliarden öffentlicher Gelder subventioniert, während moderne, tierversuchsfreie Studien kaum unterstützt werden.

    Doch trotz mangelhafter finanzieller Förderung hat die In-vitro-Forschung enorme Fortschritte erzielt. Diese modernen Systeme sind nicht nur ethisch unproblematisch, sondern haben auch aus wissenschaftlicher Sicht unschlagbare Vorteile gegenüber Tierversuchen. So bringen Studien mit menschlichen Zell- und Gewebekulturen sowie Computersimulationen, die auf menschlichen Daten basieren, gut wiederholbare und eindeutige Ergebnisse, denn das Problem der Übertragbarkeit zwischen Tier und Mensch entfällt.

    Immer mehr Forschungseinrichtungen erkennen diese Vorteile und entwickeln fundierte In-vitro-Methoden, um die Auswirkungen von Substanzen auf den menschlichen Organismus zu testen. Selbst komplexe Organsysteme lassen sich im Reagenzglas lebensecht nachahmen.

    Der von „friendshipfilm production" im Auftrag von Ärzte gegen Tierversuche produzierte Film lässt In-vitro-Forscher und andere Experten zu Wort kommen und zeigt auf, dass eine Abschaffung aller Tierversuche, wie der Ärzteverein und immer mehr Experten sie fordern, nicht nur möglich, sondern auch nötig ist.

  • Unsichtbare Opfer: Tierkörperaktion in Karlsruhe

    Auch wenn dieser heutige Beitrag über eine Tierschutzaktion berichtet, die längst schon wieder der Vergangenheit angehört, so möchte ich - wenn auch sehr verspätet - trotzdem noch darüber berichten, denn derartige Tierschutzaktivisten verdienen nicht nur meinen ganzen Respekt, sondern erfüllen mich auch immer wieder mit neuer Hoffnung, dass die Tierrechtsbewegung letztlich nicht mehr aufzuhalten ist und für alle geschundenen, versklavten und entrechteten Tiere dieser Erde eines Tages ganz sicherlich ein neuer Morgen anbrechen wird.

    Von Daniel Schneider, Aktivist, Publizist und Tierrechtler:

    Es waren befremdliche Szenen, die sich bereits schon im Dezember 2014 auf dem Karlsruher Stephanplatz abspielten. Dort standen um die Mittagszeit herum 25 Menschen, alte wie junge, Frauen und Männer in blauen Ganzkörperanzügen mit einer Anzahl verschiedenster toter Tiere in der Hand.

    Tiere die wir mitunter als Nutztiere, Haustiere oder Wildtiere bezeichnen - konkret jedoch waren es 25 Mitgeschöpfe, die nach Aussagen der Aktivisten in Kadavertonnen der Tierindustrie gefunden oder weggeworfen, bei einer Jagd aufgelesen, desinfiziert und eingefroren wurden, um sie nun der Öffentlichkeit vor Augen zu halten - die unsichtbaren Opfer unseres gesellschaftlich anerkannten Speziesismus.

    Tiere, die uns Menschen auf unfreiwilliger Weise zum Gebrauch dienen mussten. Für die Produktion von billigem Fleisch oder Eiern, für die Herstellung von Wildbret oder "exquisiter" Pelzmode oder für den Test verschiedenster toxischer Substanzen. Und weil sich der Wert der Tiere in unserer Gesellschaft nach ihrem Gebrauchswert richtet, bemisst sich das Leid ebendieser am Preis ihres Körpers.

    So ist zum Beispiel in der Eierindustrie eine Legehenne im Schnitt nicht mal mehr 10 Cent wert, nachdem sie "profitabel" ausgebeutet wurde. Und genau deswegen erscheinen regelmäßig alle 4 Wochen schlimme Bilder von verletzten und elendig leidenden Hühnern und Puten in den Medien. Selbstverständlich alles Ausnahmen.

    Weil es nicht rentabel ist, schwache und verletzte Tiere tierärztlich zu versorgen, werden sie ihrem Schicksal überlassen oder - wie so oft in Undercoverrecherchen nachgewiesen - betäubungslos erschlagen. In der Statistik der Tierindustrie finden sie dann Erwähnung in der einkalkulierten Sterberate. Diese liegt meist im Bereich von 10 Prozent.

    Allein die Worte "einkalkuliert", "Sterberate" und "Prozent" sind ein Armutszeugnis unseres Umgangs mit den Tieren. Aber genau so funktioniert das mit der Massentierhaltung. Jeder ist gegen Massentierhaltung, konsumiert wird jedoch fröhlich weiter.

    Die Autorin Melanie Joy nennt als Grund für diese kognitive Dissonanz den Karnismus. Dieser versteckt die Opfer dieses Systems hinter Supermarktetiketten, Tierwohllabels und Begriffen wie "Reinert Bärchenwurst", anstatt das Produkt beim Namen zu nennen, nämlich mit Natriumisoascorbat durchgedrehter Brei aus Schweine- und Truthahnschlachtabfällen mit Gewürzen. Aber "Bärchenwurst" klingt eben viel besser und lässt gar nicht erst vermuten, dass diese Tiere nicht einmal ein Bruchteil ihrer Lebenserwartung erreicht haben und deswegen eigentlich noch Kinder sind.

    Die Bilder der Aktivisten zeigen uns ein anderes Bild der Tiere. Nicht als Nutztiere oder Produktionseinheiten, sondern als Individuen, um die sie würdevoll trauern und versuchen, ihrem Ableben einen Sinn zu geben und ihren sonst so mehrheitlich ignorierten Stimmen Gehör zu verschaffen.

    • "Erst wenn wir lernen zu erkennen, dass keine Tierschutzgesetze und keine Tierschutzlabels die Tiere schützen, sondern nur wir selbst das können.......
    • Erst wenn wir lernen zu erkennen, dass hinter jedem Pelzkragen und jedem Pelzbommel einmal ein Wesen gelebt hat, dessen Nase genauso kalt und feucht war wie die unserer geliebten Katzen und Hunde........
    • Erst wenn wir lernen zu erkennen, dass in jedem Stück Fleisch einmal ein winziges Herz schlug, dessen Freude und Glück auch über den kleinsten Sonnenstrahl im Frühling genauso groß gewesen wäre wie unsere Freude........
    • Erst wenn wir lernen zu erkennen, dass hinter jeder Flasche Milch der Trennungsschmerz einer liebenden Mutter zu ihrem Kind genauso schmerzhaft ist wie für unsere eigenen liebenden Mütter........
    • Erst dann werden wir erkennen, dass uns alle - Tiere wie Menschen - eines verbindet. nämlich Mitgefühl und Liebe."

    Mit diesen berührenden Worten endete eine der Reden auf dem Platz und ließ die Passanten mit einem Gefühl zurück, etwas tun zu können, nämlich eine Entscheidung mit Verstand und Herz zu treffen - für oder gegen das Leben. Jeden Tag.

    Zum nachfolgenden Video:

    Mit einer berührenden Aktion haben Tierrechtsaktivisten des "Aktivistenbündnis Karlsruhe" Mitte Dezember 2014 am Stephanplatz in Karlsruhe auf die Opfer der Nutztierindustrie aufmerksam gemacht. In unserer vom Speziesismus geprägten Gesellschaft bleiben die Opfer der Tierproduktindustrie, egal ob Fleisch-, Milch- oder Eierindustrie, ob Pelz, Leder oder Zirkus, für den Konsumenten unsichtbar und leiden ohne Gehör zu finden. Bei jener Aktion wurden der Öffentlichkeit 25 Opfer dieses Systems vor Augen gehalten. Stellvertretend für Millionen weiterer Tiere, die jährlich für den Konsum tierischer Produkte getötet werden, wurde um sie getrauert.

    Auch wurden während der emotionalen Aktion Reden zum Thema Speziesismus und Karnismus gehalten, um die Passanten auf das aufmerksam zu machen, was in unserer Gesellschaft zu oft verschwiegen wird – die Ungerechtigkeit und Widersprüchlichkeit dieses Systems. Der Schleier der Unwissenheit wurde für ein paar Minuten entfernt, aufdass jeder der die Bilder dieser Aktion gesehen hat, die Möglichkeit bekam, eine Entscheidung mit Herz und Verstand zu treffen – eine Entscheidung für oder gegen das Leben.

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