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  • Geplante Grillsendung am 02.08.2014 im ZDF-Fernsehen

    Schreiben von Martina und Shawn Patterson an die Verantwortlichen des ZDF :

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    das ist Ihr "Programm", ein XL-Sommergrillspektakel?
    Die Ausstrahlung der Grillsendung am 02.08. zur besten Sendezeit finden wir nicht nur geschmacklos sondern auch gefährlich! Mit einem solchen "Programm" verdummen Sie Ihre Zuschauer, obwohl Sie eigentlich die Aufgabe haben die Gebührenzahler zu informieren. Dass Sie damit auch das ethische Empfinden eines Teiles der Gesellschaft – und so auch unseres - verletzen, findet bei Ihren Programmverantwortlichen anscheinend keine Beachtung, so wie die Tatsache der fortschreitenden Umweltzerstörung, die Förderung des Klimawandels wie der Hunger in Drittweltländern.

    Die gesamte Wissenschaft, wie auch die WHO weisen darauf hin, dass Fleischverzehr zu reduzieren ist, eben auch für die Gesundheit. Selbstverständlich gilt dies für alle tierischen Produkte, die auf dem besten Wege sind, die Gesundheit der Jugend zu opfern und die Umwelt zu schädigen, in der wir leben müssen.

    Während auf ARD Aufklärungsreportagen z.Bsp. über grausame Ferkeltötungen ausgestrahlt werden, zeigen Sie eine Dauerwerbesendung für die Fleischmafia, mit der Botschaft, das Leben ist ein Spaß, kauft Tierqualfleisch? All dieser Aussagen zum Trotz treiben Sie den Fleischkonsum an. Da stellt sich die Frage "Wem nutzt es...?"

    Es ist unfassbar, dass im 21. Jahrhundert Tiere trotz aller Überflüssigkeit immer noch unfassbaren Qualen ausgesetzt und in immer größeren Massen getötet werden. Daran beteiligt sich das ZDF in unverantwortlichem Maße! Sie tragen als „Öffentlicher Sender“ jedoch Verantwortung für Umwelt, Mensch und Tiere gleichsam; dieser gerecht zu werden Ihre Aufgabe wäre. Ihr Handeln richtet sich gegen die Rettung dieses Planeten und seiner Kreaturen, Menschen heizen Sie zu einem Spektakel ein, denen Sie es verwehren, sie über die Folgen zu informieren, die ihre Haltung hierzu ändern könnte.

    Sie zeigen ungeniert eine XL Grillsendung während 735 Milliarden Tiere jedes Jahr für die Fresssucht der Deutschen im Akkord getötet werden? Weltweit hungern etwa 1 Milliarde (1.000.000.000) Menschen. Jede Sekunde stirbt auf diesem Planeten ein Mensch an Hunger, 30 Millionen (30.000.000) Menschen im Jahr. Täglich sterben zwischen 6.000 und 43.000 Kinder an Hunger, während ca. 40 % der weltweit gefangenen Fische, ca. 50 % der weltweiten Getreideernte und ca. 90 % der weltweiten Sojaernte an die „Nutztiere“ der Fleisch- und Milchindustrie verfüttert werden! 80 % der hungernden Kinder leben in Ländern, die einen Nahrungsüberschuss produzieren, doch die Kinder bleiben hungrig und verhungern, weil der Getreideüberschuss an Tiere verfüttert bzw. exportiert wird.
     
    Wir appellieren an Ihre Vernunft, dass Sie endlich handeln gegen einen Mainstream – für den Erhalt des Planeten! Bitte verzichten Sie auf die Ausstrahlung dieser Sendung! Das ist kein Programm, dass ist ein unsägliches und peinliches Spektakel auf RTL-Niveau! Die Lücke könnten Sie mit diesen Beiträge sinnvoller ausfüllen:
    Philip Wollen über die Notwendigkeit, auf Fleisch zu verzichten
    Earthlings - Erdlinge - Deutsche Synchronisation

    Da Sie mit öffentlichen Gelder finanziert werden, haben Sie auch eine Verantwortung gegenüber den Gebührenzahlern. Nehmen Sie diese wahr!

    Mit freundlichen Grüßen
    Martina und Shawn Patterson

    Gutes Video über den Konsum von Milch: "Milch ist ungesund"

  • Bratwurst vom Schwein, angeboten von einem "Tierschutzverein" auf einem "Kirchentag für Mensch UND Tier"?

    Am 23.08.2014 findet der Kirchentag Mensch + Tier 2014 in Dortmund statt. Dieser Tag soll die Schande des Menschen sowie auch der christlichen Kirche betreffs seines Umgangs mit dem Lebewesen Tier kritisch beleuchten. Um die Würde des Tieres soll es gehen. Um einen sensibleren Umgang mit unseren Mitgeschöpfen. Eigentlich eine selbstverständliche Sache, dass an einem solchen Tag, an dem das Tier im Mittelpunkt stehen soll, im Sinne christlicher Nächstenliebe ein Angebot fleischlicher Kost tabu sein sollte und Produkte, die das Töten von Tieren voraussetzen, dementsprechend auf solch einem Kirchentag nichts zu suchen haben. Oder?

    Weit gefehlt! Der Tierschutzverein Groß-Dortmund e. V. - Mitorganisator dieses Kirchentages - hielt gerade diesen Tag für sehr geeignet,  auf der einen Seite Hunde und Katzen zu streicheln und andererseits Neuland-Fleisch aus „artgerechter Haltung“ an den Fleisch-Theken dieses Kirchentages verkaufen zu wollen.
    Wie traurig, dass die ehemaligen Lebewesen diesen ihnen geltenden Tag somit nur als "Gaumenfreuden" der Kirchentags-Besucher „erlebt“ hätten, wenn sich dieser Tierschutzverein dank einer diesbezüglich ins Leben gerufenen Petition nicht inzwischen eines Besseren besonnen hätte. Ohne diese Petition und den damit verbundenen Protest vieler Tierschützer und Tierrechtler hätte dieser Tierschutzverein sein Vorhaben ganz gewiss in die Tat umgesetzt und somit den ursprünglichen Gedanken dieses Kirchentages ad absurdum geführt.

    Da es leider immer wieder auch noch viele andere Tierschutzvereine gibt, die den Tierschutzgedanken noch nicht ausreichend genug verinnerlicht haben und für die unsere sogenannten "Nutztiere" offenbar keine liebens - und schützenswerten Tiere zu sein scheinen, möchte ich hier noch einige aus dem Petitions-Blog entnommene und mir sehr aus dem Herzen sprechende Kommentare zitieren - geschrieben von "Menschen mit Herz und Verstand" :

    Vivian K. Wichmann:
    Es ist einfach ein "Unding" bei einer Veranstaltung FÜR die Tiere Fleisch anzubieten!

    Peter Götz:
    Gerade ein solcher Kirchentag muss doch Zeichen setzen gegen die Gleichgültigkeit und Unbedarftheit gerade in kirchlichen Kreisen.

    Ulrich Dittmann:
    "Rind am Spieß", und "Bratwurst vom Schwein", angeboten von einem "Tierschutzverein" auf einem "Kirchentag für Mensch UND Tier"? Sind Schwein und Rind keine Tiere? Leben diese Mitgeschöpfe nicht ebenso gerne wie Katze und Hund? So führt man die Begrifflichkeit "Tier"schutzverein" ad absurdum. Man sollte sich ehrlicherweise ansonsten in Katzen- und Hundeschutzverein umbenennen.- Ein "Kirchentag für Mensch UND Tier", auf dem Schnitzel vom braven "Nutzvieh" angeboten werden? Fett trieft von der Bratwurst, während man andächtig den Worten des Pfarrers lauscht, der salbungsvoll die Worte eines Albert Schweitzers verliest, der unmissverständlich "Ehrfurcht vor ALLER Mitgeschöpflichkeit" einforderte. Wasser predigen aber Wein saufen? Kann man sich einen Jesus mit einem fettbeschmierten Metzgermesser in der Hand, Fleischfetzen von Gedärmen und Sehnen schabend, vorstellen, der das dann alles im Wurstkessel verknetet? Fleisch auf diesem Kirchentag wäre ein groteskes, schizophrenes und heuchlerisches Schmierentheater. Nichts anderes. Diese Petition ist richtig und wichtig. Keinesfalls sollten sich die Organisatoren in dieser Sache erpressen lassen - allein schon um der Glaubwürdigkeit willen. Und ein sog. “Tierschutzverein” der das anders sieht, sollte nur noch eines tun – sich tüchtig, tüchtig schämen.

    Sandra Müller:
    Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht. (Albert Schweitzer)

    Dietrich Schwägerl:
    Die Begriffe Schöpfungsverantwortung und Mitgeschöpflichkeit dürfen in den Kirchen nicht nur in klugen Texten stehen. Sie müssen im wirklichen Leben praktiziert werden.

    Nathalie Rau:
    Die Kirche ist mir wirklich ein Rätsel - das ich noch nicht ausgetreten bin, ist auch eins.

    Nicola Kriesel:
    Man hat nicht ein Herz für Menschen und ein Herz für Tiere - sondern nur ein einziges Herz.

    Monika Grieshaber:
    "Wer seine Ernährung auf Tiermord aufbaut, hat einen Mangel in der Feinfühligkeit des Gewissens." (Lao-tse) "In der Versöhnung zwischen Mensch und Tier ruht der Aufbruch in eine insgesamt friedlichere Welt." (Prof.Dr.Claus Eurich, Münster) "Die Güte des Herzens besteht in einem tief gefühlten, universellen Mitleid mit allem, was Leben hat." (Schopenhauer) "Mensch erhebe dich nicht über die Tiere; sie sind sündlos, du aber mit deiner Erhabenheit befleckst die Erde!" (Dostojewski) "Erst das Fressen, dann die Moral" (Bert Brecht)

    Angela Franke:
    Es wäre wirklich eine Heuchelei erster Güte, würde zu einem solchen Thema Fleisch angeboten.

    Anonym:
    Der Theologe Albert Schweitzer lehrte uns die Achtung vor dem Leben. Das Leben der "Nutztiere" sollte davon nicht ausgenommen werden. Ein Kirchentag für Mensch und Tier, der es ernst meint, muss das Leben aller Tiere achten!

    Georg Marschefski:
    Kirchentag für Mensch und Tier!!! Und dann gibt es "normale" Würstchen??? Echt Absurd! Inzwischen gibt es doch mindestens 100 vegetarische und 30 verschiedene vegane Würstchensorten. Wahrscheinlich ist der Schlachter heimlicher Sponsor....

    Corinna Pelkmann:
    Wenn es wirklich um Mensch und Tier geht, ist es langsam an der Zeit zu verstehen, dass Tierliebe nicht beim eigenen Hund anfängt und aufhört. Vor allem könnte gerade die Kirche mithelfen, der Massentierhaltungs-Quälerei für die Tiere ein Ende zu setzen kontra Politik, die das ganze Elend mit allen Mitteln unterstützen.

    Elke Gelzleichter:
    Als Christ muss ich fleischfrei leben; denn die Urchristen waren Vegetarier bis der Heide Konstantin der Große (fälschlich als Christ bezeichnet) die vegetarischen Christen verfolgte und ihnen den Hals mit Blei ausgießen ließ. Die Bibel wurde auf dem Konzil zu Nicäa weitgehend von vegetarischen Empfehlungen "gereinigt". Aus den Schriften der frühen Kirchenschriftsteller ist Vegetarismus deutlich zu erkennen. Tertullian z.B. nennt die Vegetarier "die wahren Christen" und die Fleischesser "Leiber ohne Seelen".
       
    Winfried Wagener:
    Wie kann man die Schöpfung noch mehr mit Füßen treten? Geht´s noch? Fleisch auf einem Weltkirchentag? Die Menschen, die solchen Verbrechern wie der gesamten Fleischindustrie Geld und MACHT damit geben, sollten sich was schämen. Nicht nur zum Weltkirchentag, auch sonst!!!!

    Hannelore Hubeer:
    Ich bin fassungslos über dieses Vorhaben! Kirchentag Mensch & Tier, Tierschutz und gleichzeitig Fleischverkauf auch noch durch den Tierschutzverein selbst - das passt absolut nicht zusammen. Da hilft auch kein Neuland-Fleisch aus "artgerechter" Haltung! Das ist Heuchelei pur! Sollte es dem Tierschutzverein Groß-Dortmund noch nicht bekannt sein, dass es kein Fleisch von glücklichen Tieren gibt, sondern nur von toten? Noch unerträglicher, wenn sich die Kirche nicht gegen ein derartiges Vorhaben ausspricht. Wundern würde es mich allerdings nicht, dass diese das vollkommen kalt lässt. "Du sollst nicht töten!" wurde von der Mutter Kirche ja schon immer fein säuberlich getrennt und nur für Menschen geltend ausgelegt. Den heiligen Franz von Assisi und seine Haltung schiebt die Kirche für ein bisschen "Genuss" gerne mal beiseite. Auslegung ist alles. Hauptsache man lässt sich den Appetit nicht verderben und kann weiterhin beherzt in Schnitzel, Wurst & Co. beißen! Merkt keiner der Veranstalter wie heuchlerisch dieses Vorhaben ist? Was hat das noch mit Tierschutz zu tun?

    Gudrun Enders:
    Der Begriff Tierschutz beinhaltet den Schutz aller Tiere. Ein Tierschutzverein, der sich nur für bestimmte Tierarten einsetzt und Nutztiere außen vor lässt, hat nicht verinnerlicht, was Tierschutz vom Sinn her bedeutet!

    Claudia Stevens:
    Tierliebe sollte keine Doppelmoral kennen. Grausamkeit oder - vielleicht noch schlimmer - Gedankenlosigkeit Tieren gegenüber wird erst dann aufhören, wenn wir nicht mehr zwischen Kuschel- und "Nutz"tieren unterscheiden. Der Unterschied besteht nämlich nicht in den Tieren an sich, sondern nur in unseren Köpfen und Herzen.

    Und übrigens:
    Auch dem in meinem persönlichen Umfeld tätigen "Tierschutzverein Annaberg und Umgebung e.V." - in dem ich einmal zehn Jahre lang Mitglied war und welcher mich schliesslich als "nicht mehr tragbares Mitglied" arrogant und großkotzig vor die Tür setzte - scheint ebenso noch nicht bekannt zu sein, dass es hinsichtlich des von ihm alljährlich veranstalteten Tierheimfestes nirgendwo auf dieser Welt auch nur einen einzigen Bissen Fleisch von glücklichen Tieren gibt, sondern immer nur von getöteten und grausamst ermordeten Tieren, die zeitlebens gequält wurden und für die Gaumenkitzel der Menschen letztlich ihr Leben hergeben müssen.

    Daher sind besonders die beiden hier zuletzt angeführten Kommentare ohne Wenn und Aber auch für diesen "Tierschutzverein Annaberg und Umgebung e.V." sehr zutreffend, denn echte Tierliebe kennt keine Doppelmoral und unterscheidet auch nicht zwischen Kuschel - und sog. "Nutz"tieren. Und konsequenter Tierschutz beinhaltet nicht nur den Schutz bestimmter Lieblingstiere der Spezies Mensch, sondern den Schutz aller Tiere. Gudrun Enders trifft den Nagel genau auf den Kopf, denn "jeder Tierschutzverein, der sich nur für bestimmte Tierarten einsetzt und Nutztiere außen vor lässt, hat noch nicht verinnerlicht, was Tierschutz vom Sinn her bedeutet!"

    Da enttäuschenderweise alle meine bisherigen Emails und auch per Post an diesen Tierschutzverein versendeten Briefe von diesen "Tierschützern" stets ignoriert und auch niemals beantwortet wurden, wäre es sehr angebracht und begrüßenswert, wenn sich betreffs des Fleischkonsums zum besagten Tierheimfest eventuell auch einmal  andere Tierfreunde per Email bei diesem Tierschutzverein zu Wort melden würden. Möglicherweise werdet ihr als weniger verhasste und verachtete Tierfreunde um einiges ernster genommen als ich und erhaltet vielleicht auch einige kärgliche und "rechtfertigende" Antwortzeilen, welche mich in diesem Fall natürlich sehr interessieren würden. Kurzum: Falls es Dir Deine Zeit erlauben und Dir ein Bedürfnis sein sollte, auch diesem Tierschutzverein einmal klar und deutlich mitzuteilen, welch eine Meinung Du über angebotene Tierqualprodukte zu einem Tierheimfest vertrittst, so schreibe bitte an folgende Email-Adresse:
    tierheim-annaberg@online.de

  • Mahnwache vor dem Eingang des Münchner Schlachthofes

    Eine 36-stündige Mahnwache mit Hunderten von Grablichtern fand kürzlich neben dem Eingang des Münchner Schlachthofes statt. Viele Menschen, die vor allem über Facebook von der Aktion gehört hatten, kamen vorbei, um ein Grablicht aufzustellen und gleichzeitig für Free Animal e. V. zu spenden, einen Verein, der mehrere Lebenshöfe unterstützt.

    Die von mir sehr geschätzte Buch-Autorin und Tierrechtlerin Daniela Böhm, Tochter von Karlheinz Böhm, hatte diese Mahnwache ins Leben gerufen, um auf das Leid der Tiere aufmerksam zu machen, die für die Fleischindustrie sterben müssen. Viele Passanten und Mitarbeiter des Münchner Schlachthofs blieben verwundert stehen und fragten nach, was es mit dieser Aktion auf sich hat.

    Daniela Böhm blieb persönlich 36 Stunden vor Ort. Die Mahnwache wurde bei teilweise heftigem Dauerregen auch die ganze Nacht hindurch gehalten; einige gute Freunde begleiteten und unterstützten sie abwechselnd über die gesamte Zeitdauer.

    Sehr bewegt zeigte sich Daniela Böhm über die Anteilnahme der Menschen, die extra gekommen waren: „Es ist eine Solidarität des Mitgefühls, die ich hier erlebe, auch von Passanten. Viele bleiben stehen und fragen, was es mit dieser Mahnwache auf sich hat. Ein paar mitleidige oder spöttische Blicke sind natürlich auch dabei. Viele haben sich halt noch nicht mit diesem Thema auseinandergesetzt, aber im Großen und Ganzen spürt man, dass den meisten Menschen das Leid der Tiere doch nicht egal ist.“

    Petra Zöttel war eigens mit ihrer Tochter Annalena vierzig Kilometer aus der Nähe von Mühldorf angereist. „Ich stehe heute vor dem Münchner Schlachthof, weil mir das Leid der Tiere in der Seele wehtut. Das Klagen der Rinder, das man hier ganz deutlich hört, lässt einen nicht mehr los. Für die Tiere ein Licht anzuzünden und gleichzeitig etwas zu spenden, ist mir sehr wichtig, genauso wie die vegane Lebensweise meiner Familie.“

    Auch Gespräche mit Mitarbeitern des Schlachthofs wurden geführt. „Es war erstaunlich“, erzählte Daniela Böhm, „als sie merkten, dass wir ganz ruhig und sachlich argumentierten, entstand tatsächlich so etwas wie ein Dialog. Einige gaben uns auch recht, dass da etwas ganz verkehrt läuft, was das Thema Massentierhaltung und die negativen Folgen der Billigfleischindustrie betrifft.“

    Vor Ort wurden über 450 Euro an Spenden gesammelt, doch an der Aktion beteiligten sich weitaus mehr Menschen, die aus ganz Deutschland schon vorab für eines oder mehrere Lichter an Free Animal e.V. überwiesen hatten. Insgesamt kamen über 1400 Euro zusammen.

    „Viele Menschen haben sich gefragt, wie ich das hier aushalten kann, zwei Tage und eine Nacht“, meinte Daniela Böhm. "Diese verzweifelten Rufe der Rinder beim Entladen, den Individuen auf den einfahrenden Transportern in die Augen zu sehen, der immer wiederkehrende Gestank und der Dauerregen. Es war schon oft sehr schwer, aber dann hab ich mir gesagt: Das ist nichts im Vergleich zu dem, was die Tiere durchmachen müssen.“

    Anmerkung:
    Wie erfreulich, herzerwärmend und ermutigend es doch ist, dass es im Gegensatz zu immens vielen empathielosen und gleichgültigen Menschen auch stets derartig hervorragende, vorbildliche und bewunderungswürdige Menschen gibt, die trotz heftigen Dauerregens 36 Stunden lang vor einem Schlachthof eine Mahnwache abhalten und sich mit solch einer Aktion für die Rechte der maßlos ausgebeuteten, zu Tode gequälten und grausamst getöteten Tiere engagieren. Vor solchen Menschen ziehe ich immer wieder ehrfurchts - und repektvoll meinen Hut! Danke und nochmals Danke an Dieniela Böhm und alle Beteiligten!!!

  • Die Ohnmacht und der Zorn


    Von Dr. Gunter Bleibohm:
    Eine schonungslos aufklärende Analyse über die kollektive Dummheit der grossen Masse :

    Die Menschheit spielt russisches Roulette. Nicht die gewöhnliche Form, bei der nur eine Kugel in den sechs Kammern des Revolvers ist. Nein, sie spielt die umgekehrte Version, bei der fünf Kugeln in den sechs Kammern sind. Die Wahrscheinlichkeit des finalen Todesschusses ist extrem hoch, die Wahrscheinlichkeit des Überlebens extrem niedrig.

    Man spielt um die private Zukunft, die Zukunft der eigenen Kinder und Enkel, um lebenswertes Leben, um die Perspektiven der Menschheit, der Tierwelt sowie der gesamten Natur. Nun könnte man sich auf den Standpunkt stellen, sollen sie sich doch gegenseitig vernichten, versklaven, ausbeuten, sinnlose Religionskriege führen, unwiederbringliche Kulturstätten vernichten, die Erde leer plündern, nachfolgenden Generationen ein Chaos, eine ausgeschlachtete Erde als zementierte, vermüllte Hülle, als Lebenshölle hinterlassen, wenn nicht der Gedanke sich ins Hirn gefressen hätte, dass die Unschuldigsten, die Wehrlosesten, die Vertrauensseligsten und am wenigsten Wehrhaften, die Tiere, zuerst den Revolver an die Stirn gehalten bekommen. Täglich kommen mehr als 200.000 neue Spieler hinzu, pro Sekunde ca. 2,7 Wesen, die den Planeten wie eine Springflut überschwemmen, in alle Winkel  der bisher freien Natur drängen, eine vernichtende Spur hinterlassen und ihre Existenz gnadenlos und rücksichtslos an die Stelle der dort lebenden Tierwelt setzen.

    Die Menschheit als Ganzes spielt das umgekehrte russische Roulette auf dem Heck des Weltenschiffes, ignorant, vorsätzlich - wie damals auf der „unsinkbaren Titanic“ - und die Zuschauer des Spiels tanzen zu den Klängen der Untergangsmelodie, dem beliebten road-to-nowhere-Hit. Es ist der Tanz der Masse, diese manipulierbare, meinungs- und machtlose Ansammlung einzelner Individuen, jeder sich als Nabel der Welt, der eigenen, kleingeistigen Welt fühlend und doch in der Summe nur dazu geboren, das Leid des Lebens weiterzugeben und um ausbeutbare Kaufkraft für wenige Großverdiener zu sein. Die ewige Wiederholung der Menschwerdung, der endlose Kreislauf von Geburt und Tod ist der Überschussproduktion von Spielzeugaffen vergleichbar, viel zu viele, zu schlecht gefertigt, in der Wirkung nach kürzester Zeit einschläfernd. Sie werden aufgezogen, hauen schnell, heftig und lärmend auf ihre Blechbecken, machen ein paar unbeholfene, schiebende Schritte, werden langsamer, leiser und ersterben dann in ihrer Bewegung, stehen still. Alle gleich, alle albern in ihrem Eindruck, alle produziert für den Müllhaufen der Unsinnigkeit. Mensch und Spielzeugaffe – das gleiche Produkt einer dauernden, endlosen und sinnlosen Wiederholung.

    Der Bug des Schiffes ist bereits unter Wasser, das Heck steigt an, aber der Pöbel tanzt, das Orchester spielt und spielt und spielt und spielt … und die Gefahr des endgültigen Untergangs im Eismeer, im erbärmlichen Vegetieren, wird ignoriert. Von fast Allen, obwohl eindringliche Rufe schon lange, seit Jahrzehnten, über die Welt hallten. Aber es sind wenige, zu wenige, sie genügen nicht, sie genügen zur Rettung nicht. Es sind zu wenige, die hören, die verstehen, die denken und nachdenken, die Kommendes antizipieren können und Konsequenzen fordern – ihre Rufe sind vergeblich.

    Denn wer in dieser Welt etwas ändern will, hat nur zwei Möglichkeiten. Entweder besitzt er finanzielle Macht oder weiß Menschenmassen hinter sich. Der finanzielle Weg ist der leise, der stille, der effektive, der bestimmende und der entscheidende, es ist der Weg der Großkonzerne. Der Weg über die Massen ist der Weg der Lüge, des Betrugs und der Täuschung, es ist der Weg der Politik, der Regierenden, weltweit, überall. Was kann die Masse, selbst wenn sie wollte, ausrichten, ohne Leitung, ohne Steuerung und Führung? Ein desolater Haufen ist es, der mit Brot und Spielen, mit Mediendiktatur, mit der Gaukelei der Freiheit beruhigt, gleichgeschaltet und verdummt wird, von den Lohnschreibern der Gazetten, die gehalten sind, Dinge zu schreiben, für die sie bezahlt werden, von den Programmdirektoren der Fernsehanstalten, die Regierungsmeinungen in Bild und Ton umsetzen, umsetzen müssen, wenn sie ihren Job behalten möchten. Es hat sich ein breiter intellektueller Analphabetismus manifestiert, gezielt gefördert und erwünscht. Wer lässt sich leichter lenken, missbrauchen und benutzen als der Flachkopf? In der Zeit der Romanik hatte man die Kirchen mit Bildern ausgemalt, um die gewünschte Botschaft dem gemeinen, ungebildeten Volk zu übermitteln, heute nimmt man Fernsehen, Smart-Phone und Tageszeitung und täuscht das ahnungslose Stimmvieh über seinen Einfluss und suggeriert ihm gar Bedeutung und Wichtigkeit ein.

    Sie merken nicht einmal mehr, dass Freiheit auch Disziplin, Selbstdisziplin, Selbstdenken ist, dass man gegen den Strom schwimmen muss, aber gegen den Strom schwimmen ist anstrengend und Anstrengung ist nicht ihr Ding. Lethargie ist ihr Metier. Und selbst wenn die Masse sich an einzelnen Themen reibt und murrt und wiedersetzt, der kleine Widerstand wird durch einen sofortigen Schulterschluss zwischen Regierung und Kapital im Keim erstickt.

    Natürlich verstehen einige die Zusammenhänge, begehren auf, aber ihre Stimme verhallt im Geschrei der Millionen, denn es kommt hinzu, dass die Masse keine Gemeinschaft mit dem wünscht, was nicht zu ihr gehört. Sie hat tief verwurzelte Abscheu, regelrecht Furcht, vor allem, was aus ihrer Gewohnheit herausfällt, sie zuckt vor Intellektualität zurück, wie der Finger von der heißen Herdplatte. „Die Masse vernichtet alles, was anders, was ausgezeichnet, persönlich, eigenbegabt und erlesen ist. Wer nicht wie alle ist, wer nicht wie alle denkt, läuft Gefahr, ausgeschaltet zu werden… Das allgemeine Stimmrecht gab der Masse nicht das Recht zu entscheiden, sondern die Entscheidung der einen oder anderen Elite gutzuheißen… Der Massenmensch ist der Mensch, der ohne Ziel lebt und im Wind treibt …. Und dieser Typus Mensch entscheidet in unserer Zeit ….Man pflanze ihnen eilig den Stolz auf die Macht der modernen Mittel ein, aber nicht den Geist …Wie sollte man nicht fürchten, dass der Staat unter der Herrschaft der Massen alle unabhängigen Individuen und Gruppen erdrückt und so die Zukunft zu einer Wüste machen wird! “ beschrieb fast hellseherisch bereits 1929 der große spanische Philosoph Ortega Y Gasset dieses Phänomen.

    Die Masse ist das neue Ich des Massenmenschen. Sein individuelles Ich hat er aus seiner persönlichen Existenz heraus verlagert und in ein allgemeines, aber anonymes Wollen, Handeln, Begehren und Wünschen transformiert. Insbesondere dienen als Kompass für die neue Ich-Positionierung die Konsumgewohnheiten und Denkweisen des aktuellen Zeitgeistes. Die subjektive, aber originäre Empfindungs-und Denkwelt des Individuums hat der Massenmensch durch die schwammig-wolkenhafte Realität des kollektiven Ichs ersetzt. Seine eigenständige Persönlichkeit wurde durch ein allgemeines Massen-Ich verdrängt. Der Massen-Mensch hat seine persönliche Lebensauffassung einem kollektiven Lebensverständnis geopfert, d.h. er ist von einem eigenständigen personalen Subjekt zum unbedeutenden Masseobjekt mutiert. Durch eigenes Verschulden hat er damit seine geistige Freiheit verspielt.  In den Megagroßstädten gleicht er inzwischen einem menschlichen Nachfolgemodell der abscheulich kasernierten Hühner in der Massentierhaltung.

    Was nützt es heute, wenn einige Klarsichtige jenseits der Massenmedien Gedanken und Texte veröffentlichen, selbst wenn sie 1000 Leser erreichen und bei einer Bevölkerung von 80 Millionen Menschen 79.999.000 nicht erreichen? Der Ritt gegen die Windmühlenflügel der ignoranten, desinteressierten Masse ist vergeblich, ermüdet die Gutwilligen, laugt sie aus und lässt sie am Ende resignieren. Und selbst wenn dieses Volk mit einer Stimme sprechen würde, was in toto mangels Intellekt und Wollen einer Fata Morgana gleichkommt, wo ist das Gewicht von 80 Millionen Individuen dieses Landes bei einer Erdbevölkerung von 7,2 Milliarden Menschen, von 7.200 Millionen Menschen, von denen 80 Millionen nur etwas mehr als ein Prozent sind? Wer glaubt, dass 7200 Millionen Menschen, verteilt auf mehr als 170 Staaten und Regierungen, je ein gemeinsames Ziel freiwillig, ohne Notwendigkeit, gemeinsam anstreben könnten, anstreben wollten, der ist entweder ein Dummkopf oder ein Scharlatan. Damit ist die Konsequenz klar. Es wird kein Umsteuern, kein kollektives weltumspannendes Wollen oder gar Handeln geben, den Planeten lebenswert für alle Lebewesen zu erhalten, das Chaos ist unvermeidbar – wehe den Zukünftigen! “Kinder sind unsere Zukunft” lautet eine gern benutzte Leerformel nur… diese Kinder haben keine Zukunft!

    Wer beispielsweise jemals die Autobahn A7 von Dänemark Richtung Hamburg gefahren ist, sieht – wenn er halbwegs sensibel und aufmerksam ist – einen endlosen Strom von Tiertransportern nach Norddeutschland fahren. Hunderte von LKWs täglich, mit tausenden und abertausenden von Tieren beladen, meist Schweine und Rinder. Es ist ein Todesstrom, der dem empathisch Empfindenden den Schlaf raubt und ihn fast um den Verstand bringt. Ein Todesstrom, der in den Vernichtungsfabriken der Großstädte endet, in einem Massengemetzel hinter hohen Mauern, unvorstellbar, unglaublich, schrecklich, grausam. Ein Todesstrom, der für eine nichtswürdige Spezies fließt, die eigentlich nicht unfähig ist, überhaupt das von ihr erzeugte Leid, diese ethische Ungeheuerlichkeit, zu begreifen, sondern die nicht begreifen will. Diese Spezies, zergliedert in Einzelindividuen, die sich nicht im geringsten ihrer moralischen Deformation schämen, die sich empören über menschliche Kriegstote und vergessen, dass die Summe aller Kriegstoten der Menschheitsgeschichte in ca. 5 Tagen an Zahl und Grausamkeit in den Schlachthäusern des Planeten übertroffen wird. Mehr als 600 Millionen Lebewesen werden in diesem Zeitraum für den menschlichen Gaumenkitzel ermordet. Das Grauen kann man nicht auslöschen, man kann es verfälschen, man kann es ignorieren, man kann es vergessen, aber ungeschehen machen kann man es nicht.

    Die Fähigkeit zu ethischem Denken setzt voraus, dass der Verursacher einer Handlung deren Wirkung so einordnen und empfinden kann, als ob die Wirkung ihn, den Verursacher, selbst beträfe oder betreffen könnte. Nur ein kleiner Teil der Menschen hat jedoch den Intellekt und die Sensibilität für derartige Imaginationen, denn, so sagte es Thomas Mann, die Menschen möchten sich nicht so sehen, wie sie sind, sondern wie sie zu sein wünschen.

    Antizipatives Denken und die Beachtung der daraus entstehenden Schlussfolgerungen ist den Wenigsten gegeben. Ein zutiefst ethisch empfindender Mensch wäre beispielsweise vorstellungsmäßig in der Lage, sich in die Existenznot eines gejagten Rehs zu versetzen und würde mit Schaudern die Schmerzen nachvollziehen können, die der Bauchschuss dem verletzt fliehenden Tier bereitet. Dieser Mensch könnte auf Grund seines ethischen Empfindens und auf Grund seiner geistigen und empfindungsmäßigen Strukturierung niemals Jäger, Schweinezüchter, Schlächter, Pelztierfarmer, Hundefänger, Hühnerbaron, Tierfolterer im Versuchslabor etc. werden.

    Da die Fähigkeit, sich an der Durchdenkung des Verursacher-Wirkungsprozesses zu orientieren, nur einer exilierten Minderheit gegeben ist und – was entscheidend ist – von der Majorität in voller Tiefe und Konsequenz kaum oder gar nicht nachvollzogen werden kann, wird zwischen diesen Gruppierungen geistiger Konsens meist Utopie bleiben. Der Schlächter beispielsweise, per definitionem ein Angehöriger der ethisch wenig reflektierenden Verursacher, kann Argumente über Tierrechte, Ehrfurcht vor dem Leben, Leidensfähigkeit zwar hören, durch seine limitierte Wesensstrukturierung aber selten nachvollziehen.

    Doch die Menschheit trudelt weiter dahin in einem Kokon von schützender Dummheit, in einer zunehmenden Vergröberung der moralischen Auffassung gegenüber den Mitlebewesen. Ihre Wortführer geben sich gerne als die großen Humanisten und sind in letzter Konsequenz nichts anderes als die Kollaborateure des Grauens, die dummdreisten Verräter tierischer Lebensformen und Lebensrechte. Sie verraten die Tierwelt für wirtschaftlichen Profit; jeder ein Judas der Moral. Man steht vor einer unvorstellbaren Ignoranz fremden Leides, einem verbrecherischen Wegsehen, einem Nichtsehenwollen, einem zügellosen Ausleben ihrer eigenen Interessen, denn nichts beschäftigt die Masse so sehr wie ihr persönliches Wohlbefinden sowie die ungehemmte Ausdehnung ihrer Lebenswünsche.

    „In diesem Sinn bilden sie alle eine große Familie, denn gleich ist die Schuld, gleich die Feigheit und Heuchelei, gleich die Blindheit, die Beschränktheit, gleich die Arroganz und der Opportunismus, der doppelzüngige Opportunismus und der intellektuelle Terrorismus und die Demagogie“ schreibt in anderem Zusammenhang Oriana Fallaci.

    Ortega y Gasset fasst zusammen: „Aber der Mensch, den wir analysieren, ist daran gewöhnt, niemals von sich fort auf eine Instanz außer ihm zu blicken. Er ist zufrieden mit sich, so, wie er ist. Naiv, ohne dass er darum eitel zu sein brauchte, wird er als das Natürlichste von der Welt alles bejahen, was er in sich vorfindet- Ansichten, Triebe, Gesinnungen, Neigungen-, und es gutheißen. Warum nicht?-wenn ihm, wie wir gesehen haben, nichts und niemand zu der Erkenntnis verhilft, dass er ein Mensch zweiter Klasse ist, außerordentlich beschränkt und unfähig, auch nur die Organisation zu schaffen und zu erhalten, welche seinem Dasein jene Weite und Befriedigung gibt, auf die er eine solche Einschätzung seiner Person gründet … Nicht, dass der gewöhnliche Mensch glaubt, er sei außerordentlich und nicht gewöhnlich, sondern dass er das Recht auf Gewöhnlichkeit und die Gewöhnlichkeit als Recht proklamiert und durchsetzt… Der Einfältige aber ist ohne Arg gegen sich selbst; er dünkt sich gewaltig gescheit, und daher die beneidenswerte Genügsamkeit, mit der sich Beschränkte in ihrer eigenen Geistesarmut zur Ruhe setzen…. Dummheit ist lebenslänglich und hoffnungslos.“  Und ich füge noch hinzu: die menschliche Kollektivdummheit ist für Mutter Erde und seine Bewohner vernichtend und tödlich!

    21.7.2014   Gunter Bleibohm

  • Zirkusvorstellungen ohne zukünftigen Einsatz von Tieren

    Erfreuliche Mitteilung von Kommunalpolitiker Volker Arndt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    diese Mail wird per Verteiler geschickt, wodurch eine persönliche Anrede ausgeschlossen ist. Fühlen Sie sich bitte dennoch persönlich angesprochen. Hier eine interessante Information für Sie:

    Im Rahmen meiner Tätigkeit als Kommunalpolitiker (parteilos) hatte ich einen Antrag an das Stadtparlament gestellt, Zirkusvorstellungen nur noch ohne den Einsatz von Tieren zuzulassen mit dem Ziel, eine durch und durch unnötige Tierquälerei in Zirkusvorstellungen nicht mehr zu bewilligen. Mein Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen. Was in der südhessischen Doppelstadt Mörfelden-Walldorf somit Gültigkeit erlangte, ist eine Premiere und erstmalig in Deutschland geschehen.

    Die Kritik an den Zirkusunternehmen findet sich nicht erst seit gestern. Viele Tierrechtler bemängelten hierbei die Zustände für die Tiere. Tierschützer sind hingegen fixiert darauf, nur „Wildtiere“ schützen zu wollen, also Tiger = im Zirkus nicht erlaubt, Tauben jedoch aus dem Hut zu zaubern = erlaubt.
    Für mich als Mensch ist es beschämend, dass Menschen immer noch Unterschiede aufgrund der äußeren Lebenshülle machen. Um bei dem Beispiel zu bleiben: Tauben besitzen Federn und Flügel, mit denen sie üblicherweise fliegen (was Menschen nicht können). Ihr Lebensraum ist daher der Himmel, wenn sie nicht in Bäumen sitzen mit all der Vielfalt um sie herum, die ein Wald bietet. Wie können „manche meiner Artgenossen“ nur glauben, ein Zylinder sei der geeignete Aufbewahrungsort für solch ein Lebewesen, in dem – wie in jedem „Tier“ - ein natürlicher Freiheitsdrang steckt?

    Viele Jahrzehnte musste es dauern, bis nun endlich eine Entscheidung gefallen ist, überhaupt keine Tiere in einem Vergnügungsbetrieb mehr zuzulassen. Gerne möchte ich die Freude über meinen Erfolg mit Ihnen teilen, der wiederum zeigt, dass über politische Wege auch Veränderungen möglich sein können, wenn man dies nur will.

    Ihnen weiterhin viel Erfolg in den Bereichen Tierschutz und Tierrecht wünschend und mit herzlichen Grüssen,
    Volker Arndt

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