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  • Manifest des Antinatalismus

    Die Menschheit, nein, das Schicksal des gesamten Planeten steht am Scheidepunkt. Lebten um die Zeitenwende erst rund 170 Millionen Menschen auf der Erde, hat sich heute ihre Anzahl um das 35-fache, auf mehr als sieben Milliarden Menschenwesen, erhöht. Aus dem exponentiellen Wachstum der Erdbevölkerung resultiert eine jährliche Zunahme der Menschenflut von ca. 80 Millionen Menschen; Menschen, die Lebensraum, Wohnungen, Arbeitsplätze und Versorgung benötigen.

    Bereits im Jahr 2030 ist mit neun Milliarden Menschen, bis zum Ende des Jahrhunderts mit mehr als 12 Milliarden Menschen zu rechnen, die den Planeten wie einen giftigen Schimmel überwuchern werden.
    Man führe sich zur Verdeutlichung der Wachstumsgeschwindigkeit nur vor Augen, dass ein Paar mit drei Kindern - gleiches Fortpflanzungsverhalten der Kinder und Enkel unterstellt - in zehn Generationen auf 88.572 Menschen anwächst.

    Das Wachstum der Menschheit überfordert inzwischen alle ökologischen und politischen Systeme und lässt unseren Planeten in absehbarer Zeit ins Chaos abgleiten. Antinatalismus ist ein Thema, das in der Geschichte von Denkern schon mehrfach berührt wurde, seine Dringlichkeit erhielt dieser Problemkreis jedoch erst, als die Wachstumskurve der Menschenflut in den exponentiellen Bereich, in den unbeherrschbaren Bereich, überging.

    Menschheit, Tierwelt und die gesamte belebte Natur schauen in den Abgrund, in die Hölle einer Metakrise, in das Auge des Infernos. In einer endlichen Welt, auf der Wachstum weltweit Handlungsmaxime ist, werden die Grenzen des Planeten, seine Tragfähigkeit - auch bei langsamstem Wachstum! - immer erreicht werden. Ob in 50 Jahren, ob in 500 Jahren – alles wird dieser Grundlogik unterliegen, mit der Folge, dass spätestens zu diesem Zeitpunkt für jeden Neuankömmling auf dem Planeten ein bereits Existierender den Platz räumen muss.

    Niemand wird seinen Platz freiwillig räumen. Verteilungs- und Überlebenskämpfe sind die Folge, Stärkere vernichten gnadenlos Schwächere, ein globaler Krieg ums Überleben entbrennt. Wir beobachten es täglich! Regionen, die bis in unsere Tage noch von der steigenden Menschenflut verschont sind, werden in kürzester Zeit überschwemmt werden. Es wird ein globales, rechtloses Menschenmeer geben. Im Zuge dieser noch unvorstellbaren Völkerwanderung werden letzte Naturreste vernichtet werden, die Vielfalt des Lebens auf der Erde wird sich auf den Menschen reduzieren.

    Tiere, die der Menschheit von Nutzen sind, werden unter grausamsten Bedingungen für den Konsum versklavt, Wildtiere werden mangels Lebensraum ausgelöscht werden.
    Der Mensch nimmt den Platz der Tierwelt ein und wird als rechtlose, anonyme Masse von Nummern in anonymisierten und kontrollierten Städten ein elendes Dasein fristen. Sein Leben, seine Kultur wird wertlos; auch auf ihn wird dann das Grundaxiom zutreffen, dass alles, was im Überfluss vorhanden ist, wertlos, bedeutungslos wird.

    Durch die Jahrhunderte aufgebaute und anerzogene kulturelle Hemmungen des Tötens, Raubens und Mordens werden für das persönliche Überleben wie eine Maske abgenommen, eine Maske, hinter der sich das Raubtier "Mensch" zeitweise der Halluzination seiner Auserwähltheit, seine Erhabenheit hingab.

    Mit technologischer Raffinesse werden Überlebenskämpfe – jeder gegen jeden - solange geführt, bis schließlich die zu Neige gehenden Ressourcen, der gestiegene Meeresspiegel, die verkarsteten Landstriche, der fehlende Lebensraum auch diesem letzten Aufflackern ein Ende setzen.
    Die Realisierung dieses Szenarios hat eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit. Ein Abwenden der Apokalypse würde nämlich bedeuten, dass eine umgehende, weltweite Aufgabe der Wachstumsideologie erfolgen müsste. Selbst wenn dieser unwahrscheinliche Fall im ökonomischen Bereich unter anderem durch ein Ende des Kapitalismus realisiert werden könnte, ist ein g l o b a l e s Umdenken im menschlichen Fortpflanzungsverhalten nicht zu erwarten.

    Und es kommt letztendlich nicht darauf an, dass die Menschheit, die Tierwelt und die umgebende Natur "irgendwie" überlebt. Entscheidend ist vielmehr ein Überleben in körperlicher und geistiger Freiheit, in einem Lebensraum, der den Begriff "lebenswert" rechtfertigt - in Landschaften und auf Meeren, welche allen Lebewesen auf Grund ihrer ihnen eigenen Lebensform ein artgerechtes Leben und Verhalten garantieren.

    Ehrfurcht vor dem Leben gilt dem Philosophen als Selbstverständnis allen belebten Wesen gegenüber; eine Welt bliebe aber nur dann lebenswert, wenn diese Maxime Albert Schweitzers Allgemeingut würde und als Überschrift jedes künftige anthropogene Handeln begleitet. Aber nichts ist aus heutiger Sicht utopischer, unrealistischer, dem Wesen des homo stupidus konträrer, als dieser fundamentale ethische Anspruch. Jeder Schlachthof auf der ganzen Welt schlägt diesem Anspruch die Faust ins Gesicht!

    Wer der phantastischen Vorstellung einer friedlichen, lebenswerten, demokratisch gerechten und weitgehend naturbelassenen Welt trotzdem weiterhin anhängt, muss primär den Zuwachs an Menschen stoppen und die Weltbevölkerung drastisch reduzieren.
    Beruhigende Reden und getrübte Erkenntnisse aus der Froschperspektive des kleinen Deutschland werden dem globalen Problem nicht gerechnet. Im Gegenteil. In einer Welt, die zu einem globalen Ganzen verschmilzt, ist weltumspannendes Denken existentiell wichtig; alle anderen Ansätze sind intellektuell unredlich, betrügen die Menschen und beschleunigen den rasanten Schlussakkord des Planeten.

    Ein Verleugnen, ein Schönreden dieser Entwicklung stellt ein Verbrechen gegenüber bestehendem und künftigem Leben dar, vernichtet es doch jegliche Zukunftsperspektive für eine humane Lebensgestaltung. Muss man die heutige Vernichtung der Lebensgrundlagen nicht vielmehr auch als einen massiven Verstoß gegen die Menschenrechte, die Menschenwürde, gegen die kreatürliche Würde kommender Lebewesen schlechthin bezeichnen und als solchen brandmarken?

    Wer eine friedvolle und weitgehend leidensfreie Welt anstrebt, muss das ungebremste Wachstum der Menschheit ächten, das Anathema, den Bannfluch über die "Lebensspender" sprechen, die durch fehlende Antizipation der Folgen ihrer Handlungen zu extremen Lebensverächtern werden. Gerade wer die Heiligkeit des Lebens propagiert und anerkennt, darf kein neues Leben, ein Leben, das von Leid getragen wird, produzieren, sondern kann sich einzig und allein nur darum bemühen, bestehende Qual zu verringern.

    Wer Leben heute noch produziert - menschliches und tierliches - ist in letzter Konsequenz Befürworter des Leides, ist Gegner, zumindest aber Verhinderer eines leidreduzierten Lebens; wer Leben produziert, toleriert zugleich auch Leiden, das Sterben und den Tod des von ihm geschaffenen Lebens.

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    Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos

  • Wichtige Tierschutz-Umfrage - Bitte teilnehmen!

    ZITAT DER WOCHE:

    Tierschutz-Umfrage :

    Bitte nimm Dir 2-3 Minuten Zeit und beantworte bitte auf der nachfolgend verlinkten Webseite lediglich 5 wichtige Fragen :

    • Glaubst Du, dass Tiere in Deutschland durch das Tierschutzgesetz ausreichend geschützt sind?
    • Bist Du der Ansicht, dass Tierquäler härter bestraft werden sollten?
    • Hälst Du ein Verbot der Massentierhaltung für wichtig?
    • Hast Du den Eindruck, dass der Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz vor zehn Jahren von den Politikern und Gerichten ausreichend Bedeutung beigemessen wird?
    • Welche Schulnote gibst Du der Bundesregierung in Bezug auf die Umsetzung tierschutzrelevanter Themen?

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    MEAT IS MURDER :
    Kannst Du Dir eine OP bei vollem Bewusstsein, ohne Betäubung vorstellen?
    Ein Albtraum? Dennoch grausame Realität für Millionen von Schlachttieren in Deutschland und in ganz Europa!
    Lt. EU-Kommission erleben in bestimmten EU-Staaten bis zu 75% der Tiere bei vollem Bewusstsein ein extrem qualvolles Ende: Entweder werden sie aus bestimmten Gründen vor der Schlachtung überhaupt nicht betäubt, oder diese ist unzureichend (wirkt weder lang noch stark genug). Sie werden dann – oft maschinell – amputiert, aufgeschnitten, verbrüht, in Teile zerlegt oder verbluten – meist kopfüber an Haken hängend – qualvoll lang, in unerträglichem Schmerz zuckend, laut stöhnend oder aufbrüllend.

    Die Hauptgründe sind neben einer grundsätzlichen Vernachlässigung des Tierschutz-Prinzips Akkordarbeit, Kostenersparnis, Gewinnmaximierung bis hin zu hemmungsloser Profitgier, aber auch erhebliche Mängel bei den Betäubungsgeräten. Diese unerträglichen Zustände stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen die deutsche Tierschutz-Schlachtverordnung sowie auch gegen europäische Tierschutzgesetze dar und stellen die Glaubwürdigkeit der gesamten EU-Tierschutzpolitik in Frage.

    Aufgrund dieser Fakten und unverantwortlichen Missstände kann jeglicher Fleischkonsum unmöglich noch etwas ganz "Normales", sondern wohl eher nur noch etwas höchst Verwerfliches und eine absolut empathielose und pervers egoistische Handlungsweise sein.

  • 20 Jahre PETA Deutschland : Appell leidtragender Tiere an uns Menschen

    Geht es um das Leid und Elend vieler Tiere, so höre ich oft von gewissen Leuten und Mitmenschen, dass wir diese Welt leider nicht ändern könnten. Tatsächlich nicht? Ich sehe das zum Glück anders, denn wenn wir Menschen uns ändern, dann ändert sich ganz gewiss auch vieles für die Tiere :

    Noch bewege ich mich. Auf und ab, im Kreis, ab und auf, hin und her, auf und ab. Wenn ich mein Gehege zum zehntausendsten Mal abgeschritten habe, werde ich aufgeben, längst fühlen sich die Schritte nur noch wie nervöse Muskelzuckungen an. Die Enge macht mich verrückt. Ich weiß nicht, welche Instinkte ich noch zeigen soll, ich habe keine mehr. Gitter und Beton haben meine Muskeln geschwächt, die Inzucht im Zoo hat mich anfällig für Krankheiten gemacht, zwischen all den Stäben und Wänden verletze ich mich selbst. Statt meinen Lebensraum zu schützen, sperren sie mich ein. Wenn ich zu alt werde und Platz machen muss für neue Tierbabys, werde ich an Tierhändler verkauft oder getötet. Ausgewildert werden könnte ich sowieso nicht mehr. Ich habe nie gelernt, wie man sich in Freiheit bewegt. Ich will, dass du dich änderst.

    Ein Jahr lang, jeden Tag eins. Eingepfercht zwischen Tausend anderen Hennen habe ich keinen Platz, die Flügel auszubreiten oder mich umzudrehen. Ich stehe in Exkrementen oder die Gitter reißen meine Füße ein, es ist unerträglich laut. Irgendwann einmal haben meine Vorfahren Eier nur gelegt, um sich fortzupflanzen, nicht mehr als 18 im Jahr. Heute sind es rund 300. Ich bin hochgezüchtet und entsetzlich schwach. Mein Körper verkümmert, bis ich nicht mehr genug legen kann. Dann werde ich mit Tausend anderen in Kisten gestopft und zum Schlachthof gebracht, wo man mich kopfüber aufhängt, um mir die Kehle durchzuschneiden. Ein Jahr bin ich dann alt. Und das nur, weil ich weiblich bin. Alle männlichen Küken werden direkt nach der Geburt vergast oder bei lebendigem Leib zerschreddert. Ich will, dass du dich änderst. Weil jedes Jahr 50 Millionen männliche Eintagsküken auf dem Müll landen. Weil Bio auch nicht besser ist. Weil du gesund und glücklich alt werden kannst, wenn du dich rein pflanzlich ernährst.

    Das erste Licht in meiner Welt war rot, eine verdreckte Wärmelampe in einer riesigen dunklen Halle. Ich schrie, als mir im Alter von ein paar Tagen der Ringelschwanz mit einer Zange abgeschnitten wurde. Man schliff mir die Eckzähne ab und kastrierte mich, eine Narkose wäre das Geld nicht wert gewesen. Ich bin bei vollem Bewusstsein und doch wahnsinnig vor Schmerzen, Gestank und der Enge einer Box, deren Gitterstäbe mich einschließen, bis ich mich nicht mehr bewegen kann. Meine Füße finden auf dem Spaltenboden keinen Halt, ich habe Angst. Wenn ein Schwein in einem Stall vor Angst und Krankheit am Boden liegt, lässt man es dort sterben. Wenn ich überlebe, sterbe ich im Schlachthof. Ich hoffe, dass die Betäubung dort wirkt und ich nicht mehr mitbekomme, wie mir die Kehle durchgeschnitten wird und ich ausblute. Vielleicht sehe ich auf dem Weg zum Schlachthof zum ersten Mal die Sonne. Ich will, dass du dich änderst.

    Schon im Flugzeug, das mich von einer asiatischen Zuchtfarm nach Europa brachte, hatte ich wahnsinnigen Durst. Eingepfercht zwischen lebenden und toten Körpern konnte ich mich nicht bewegen, mir war schwindelig vor Angst. Im Labor wird mir ein Bolzen in den Kopf implantiert. Sie verätzen mir die Augen, verbrennen meine Haut, infizieren mich absichtlich mit Krankheiten und blasen mir Zigarettenrauch ins Gesicht. Ich bin Versuchsobjekt für Kosmetik, Pharmazeutika, Waschmittel und Hirnforscher, die von einem Affen im Labor lernen wollen, wie sich Menschen in Freiheit verhalten. Bis sie mich töten, um mein Gehirn zu sezieren, muss ich Tests bestehen und Aufgaben lösen, auch wenn mein Körper längst am Ende ist. Zur Belohnung bekomme ich ein paar Tropfen Saft gegen den Durst. Ich will, dass du dich änderst. Weil jedes Jahr 3 Millionen Tiere in deutschen Tierversuchen sterben.

    Ich gebe sie nicht einfach so. Ich war schwanger, künstlich befruchtet wie schon so viele Male davor, immer wieder, wenn meine Milch nachlässt. In ein paar Jahren schon werde ich geschlachtet. Bis dahin verbringe ich mein ganzes Leben in einem stickigen Stall auf hartem Boden aus Beton, der mich nicht schlafen lässt. Weil sie unmöglich viel aus mir herausholen, entzündet sich mein Euter immer wieder. Bakterien und Eiter mischen sich in riesigen Bottichen mit der Milch, die eigentlich nur Nahrung für mein Kind sein sollte. Jetzt steht es irgendwo im großen Stall und hat Angst ohne mich. Selbst wenn es meine Rufe durch all die anderen hört, kann es nicht zu mir. Die Jungen schlachten sie für Kalbfleisch, die Mädchen schwängern sie für ihre Milch. Sie werden sich nach der Geburt genauso wenig um ihre Kinder kümmern dürfen wie ich. Wir hatten nicht einmal einen Tag zusammen.
    Ich will, dass du dich änderst.

    Ich warte. Ich könnte längst hier raus sein, ein richtiges Zuhause haben, Platz für mich und einen Namen, der nur mich meint. Im Tierheim sind viel zu viele von uns, auch wenn es mir hier besser geht als bei den meisten Züchtern. Während ich warte, werden dort immer neue Tiere geboren, gezüchtet nach Rassekriterien, die Körper, Fell und Wesen verformen, bis es wehtut. Mit verkürzten Nasen, kaputten Gelenken oder Atemnot, eingesperrt in überfüllten Käfigen oder alleine hinter Gittern. Ich warte, während draußen immer mehr von uns gezüchtet werden und mir die Chance auf ein neues Zuhause nehmen. Im Zoohandel, bei großen und auch bei kleinen Züchtern. Solange es sie gibt, muss ich weiter warten. Ich will, dass du dich änderst.

    Man sagt, dass Elefanten nicht vergessen, aber ich habe vergessen, wie sich Laufen anfühlt. Jede Nacht habe ich Ketten an den Beinen und kann mich nicht einmal um mich selbst drehen. In der Manege geht es immer nur im Kreis, ich muss auf zwei Beinen balancieren oder mich hinknien, bis meine Gelenke versagen. Mir ist fürchterlich kalt im fremden Klima. Mit einem Stock werde ich zu immer neuen Kunststücken angetrieben, wenn das nicht reicht, schlagen sie mir einen Elefantenhaken aus Metall ins Fleisch. Wenn ich nicht vor Erschöpfung sterbe, verbringe ich auch meinen Lebensabend in einem engen, dunklen Stallzelt und auf Transportern. Ich würde mich gerne wehren, aber ich habe vergessen, wie das geht. Ich will, dass du dich änderst. Weil immer noch zu viele Wildtiere in deutschen Zirkussen leiden.

    Für die australische Hitze bin ich nicht gemacht. Das Scheren jedes Frühjahr, das mir Erleichterung bringen müsste und mir doch nur Schmerzen bereitet, weil sie mich in aller Eile festbinden, schlagen und mir ins Fleisch schneiden. Die Feuchtigkeit, die sich in meinen Hautfalten sammelt, und die Fliegen, die ihre Eier darin ablegen. So viel Haut habe ich nur, damit ich viel Wolle produziere, unter der ich schwitze und es krabbelt und juckt. Damit die Larven mich nicht bei lebendigem Leib auffressen, wurden schon als Lamm meine Beine zwischen Metallstäbe geklemmt und mir mit einer Gartenschere große Fleischstreifen vom Hinterteil geschnitten, weil das glatte Narbengewebe die Fliegen fernhalten soll. Jetzt bin ich endlich zu alt dafür, meine Wolle reicht nicht mehr. Mein nächster Halt ist ein Schiff, das mich in den Nahen Osten bringt. Ich muss nur die wochenlange Überfahrt überleben, nicht an Hunger oder Durst sterben oder zu Tode getrampelt werden. Dann werde ich am Ziel von Bord getrieben und ohne Betäubung mit Schnitten in die Kehle getötet. Ich will, dass du dich änderst.

    Ich will, dass du dich änderst!
    Weil Pelz auch als Besatz an Jacken oder Mützen untragbar ist.

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  • Wenn Tiere sprechen könnten: "Ich will, dass Du Dich änderst!"

    20 Jahre PETA Deutschland e.V. - das heißt 20 Jahre im Einsatz für die Tiere. Zur Feier ihres Jubiläums verleiht die Tierrechtsorganisation den Tieren mit bundesweiten Plakatwänden eine bildgewaltige Stimme: Ein Elefant ruft die Menschen auf, keine Zirkusse mit Tieren zu besuchen; ein Fuchs zeigt, dass sein Pelz nur ihm gehört; eine Kuh gibt zu verstehen, dass ihre Milch nur für ihre eigenen Kinder bestimmt ist. Mit insgesamt neun ausdrucksstarken Plakatmotiven lenkt PETA die Aufmerksamkeit auf die Botschaften der Tiere. Die umfassende Kampagne "Ich will, dass Du Dich änderst" wird am 9. Juli 2014 bundesweit lanciert und von einem Kampagnenvideo sowie der Website www.20Jahre.PETA.de begleitet.

    "In der Kampagne zum 20-jährigen Bestehen von PETA Deutschland appellieren die Leidtragenden - die Tiere - an jeden einzelnen Menschen", so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender bei PETA Deutschland e.V. "Wenn Du Dich änderst, werden neugeborene Kälber nicht ihren Müttern entrissen, werden männliche Küken nicht lebendig geschreddert oder Schweine und Hühner in drangvoller Enge bewegungslos gehalten. Jeder Einzelne kann durch seine Lebensweise dazu beitragen, positive Veränderungen zugunsten der Tiere herbeizuführen. Ein kleiner Schritt für uns Menschen - ein großer Schritt für die Tiere."

    PETA Deutschland e.V. ist eine Schwesterorganisation von PETA USA, der mit über drei Millionen Unterstützern weltweit größten Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen. PETA vertritt die Ansicht, dass die Grundrechte von Tieren berücksichtigt werden müssen. Genau wie wir Menschen sind auch Tiere leidensfähig und wollen ihr Leben leben. Daher steht es uns nicht zu, sie für unsere Ernährung, für die Produktion unserer Bekleidung, für Experimente oder aus irgendeinem anderen Grund auszunutzen.

    Wichtige Petition gegen die tierquälerische Produktion von Stopfleber :

    Bei dieser wichtigen Petition sind 20.000 Unterschriften erforderlich und leider verfügt sie augenblicklich erst über 12.359 Unterzeichner! Was zögerst Du also noch? Bitte unterzeichne und hilf mit Deiner Unterschrift den Tieren, die um einer sogenannten "Delikatesse" wegen entsetzlich gequält und gefoltert werden.

    Petition E

  • Das Fleisch-Paradoxon

    Nicht wenige Menschen lieben Tiere, jedoch andererseits müssen Tiere für die Gaumenfreuden vieler dieser Menschen und vermeintlichen "Tierfreunde" letztlich ihr Leben hergeben und derartigen Menschen als "Nahrung" dienen.  Dieses Phänomen haben nunmehr verschiedene Psychologie-Forscher als ,,Fleisch-Paradoxon" bezeichnet.

    Tierfreundin E.H. schreibt hierzu :
    Ich kann mich noch gut an eine Situation erinnern, die ich kürzlich erlebt habe: Ich gehe auf dem Gehsteig und werde auf eine Maus aufmerksam, die ganz verschreckt auf dem Weg kauert. Binnen einer Minute bleiben auch andere Passanten stehen. Ohne viel zu überlegen, basteln wir aus der Mütze einer Passantin eine Trage und bringen die Maus über die stark befahrene Straße und setzen sie im gegenüberliegenden Park ab. Ich sehe immer wieder: Tiere sind den Menschen nicht gleichgültig. Wenn es zu einem direkten Kontakt kommt, zeigen Menschen sehr viel Mitgefühl für die Tiere. Wieso essen Menschen aber dann Fleisch, bei dessen Produktion Tiere ganz eindeutig leiden müssen?

    Drei Forscher aus Australien, Steve Loughnan, Brock Bastian und Nick Haslam, haben in ihrer Studie bemerkenswerte Antworten auf diese Frage gefunden. Die bisherige psychologische Forschung hat bereits gezeigt, dass Menschen normalerweise das Leiden von Tieren moralisch abstoßend finden. Menschen könnten also prinzipiell mit den Tieren, die sie essen, Mitgefühl empfinden. Weil das aber negative Emotionen und einen moralischen Konflikt in ihnen auslösen würde, vermeiden sie dieses Mitgefühl durch (unbewusste) Strategien - so die australischen Forscher. Diese Strategien bestehen vor allem darin, dass Menschen den Tieren, die sie essen, geistige Fähigkeiten, eine Leidensfähigkeit und eine Ähnlichkeit zum Menschen absprechen. Man hat herausgefunden, dass die Entscheidung, ob ein Tier Schmerzen empfinden kann, stark davon abhängt, ob die Menschen es für menschenähnlich ansehen. Dies mag eine der Erklärungen sein, warum manche Menschen zum Beispiel aufhören, Säugetiere und Vögel zu essen, jedoch weiterhin Fische konsumieren.

    Sag mir, was du isst und ich sag dir wie du denkst...

    Loughnan und seine Kollegen stellten ein interessantes Phänomen fest: Die Strategie, Tieren ihre Leidensfähigkeit und geistigen Fähigkeiten abzusprechen, um nicht in ein moralisches Dilemma zu geraten, wird sowohl vor dem Fleischessen als auch nach dem Fleischessen praktiziert. Die Forscher befragten Menschen zu 32 Tierarten, wie sie deren geistige Fähigkeiten einschätzten und wie sehr sie sie als essbar einstuften. Es ergab sich ein kulturübergreifendes Bild: In Amerika, Kanada, Hong Kong und Indien werteten die Konsumenten die geistigen Eigenschaften der Tiere umso mehr ab, je höher sie ihre Essbarkeit einschätzten. Nicht nur vor dem Essen, sondern auch nach dem Konsum von Fleisch greifen Menschen laut psychologischer Forschung (unbewusst) zu Vermeidungsstrategien, die sie vor einem moralischen Konflikt bewahren sollen.

    Welchen Sinn haben diese Vermeidungsstrategien?

    Das psychologische Phänomen der ,,kognitiven Dissonanz" besagt, dass Menschen grundsätzlich nicht widersprüchlich handeln wollen. Sie beobachten daher ihr eigenes Verhalten und finden dann eine Begründung dafür. Daher bleiben uns Menschen im Bezug auf Fleischkonsum nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir erkennen die Leidensfähigkeit von Tieren an und hören somit auf, Tiere zu essen - oder wir essen weiterhin Tiere und werten als Folge dessen ihre Leidensfähigkeit ab. Somit scheint unser Verhalten widerspruchslos und wir müssen uns keinem inneren Konflikt stellen. Dennoch bleibt bei der zweiten Option unsere natürliche menschliche Fähigkeit, mit allen Tieren Mitgefühl zu empfinden, durch diese Verdrängung weit unter der Oberfläche.
    Autorin: E.H.
    Quelle: www.vgt.at (Verein gegen Tierfabriken)

    Sehr lesenswert und interessant zu dieser Thematik sind auch die Zeilen von Bernadette Raschle, die ich auf www.vegetarismus.ch gefunden und entdeckt habe:

    Oftmals genügt bereits die blosse Anwesenheit eines Vegetariers, um bei Fleischessern eine innerliche Abwehrreaktion auszulösen. Vegetarier müssen nicht einmal penetrant mit ihrer Entscheidung hausieren gehen, denn allein dadurch, dass sie ein lebendes Beispiel dafür sind, dass es möglich ist, auch ohne Fleisch oder sogar ganz ohne tierische Produkte zu leben, kann ein Fleischesser sich in seiner persönlichen moralischen Überzeugung angegriffen fühlen. Auf dieses Gefühl reagiert er nicht selten, indem er die Lebensweise des Vegetariers ins Lächerliche zieht oder indem er seine Ansicht rechtfertigt – ohne dass er überhaupt darauf angesprochen wurde.

    Es ist also nicht das Verhalten des Vegetariers, das für Spannung sorgt, sondern das Unterbewusstsein des Fleischessers, das sich bemerkbar macht. Instinktiv spüren viele Fleischesser, dass sich das Töten von Tieren für den Fleischkonsum eigentlich nicht mit dem Gewissen vereinbaren lässt. Um jedoch trotzdem Fleisch essen zu können, muss dieser innerliche Widerspruch aufgelöst werden. Bereits Kinder werden mit diesem Thema konfrontiert, sobald ihnen klar wird, dass das Fleisch auf dem Teller einmal ein lebendiges Tier war. Ihnen wird beigebracht, dass Fleischessen normal und notwendig sei, um gesund zu bleiben.

    Mit dieser Begründung gibt man sich oft zufrieden und lebt in der Überzeugung, dass demnach eine vegetarische Ernährung überhaupt nicht möglich, sprich ungesund und unnatürlich sei. Die Gegenwart eines vegetarisch lebenden Menschen spricht dieses Gedankenmuster an und löst nicht selten eine Verteidigungsreaktion aus, da sie mit der eigenen Überzeugung nicht in Übereinstimmung steht. Denn ganz offensichtlich ist es doch möglich, sich problemlos vegetarisch zu ernähren.

    Der Psychologe Bastian Brock hat sich mit diesem Widerspruch, dem sogenannten «Fleisch-Paradoxon» auseinandergesetzt. Warum geniessen Menschen Fleisch und empfinden gleichzeitig Zuneigung zu Tieren?

    Das Ergebnis seiner Forschung war, dass grundsätzlich Tier und Steak in der Vorstellung getrennt werden. Zudem erscheint die Fleischeslust bei vielen damit gerechtfertigt, dass die geistigen Fähigkeiten von Tieren als sehr gering gelten. Dass zum Beispiel Schweine bekanntermassen ebenso schlau sind wie Hunde – die wir hierzulande nie essen würden –, können die Fleischesser laut dem Psychologen allerdings sehr gut verdrängen.

    Andererseits gibt es natürlich auch jene Fleischesser, die ganz genau wissen, was hinter dem Steak steckt und woher das Fleisch auf ihrem Teller kommt und dennoch nicht auf ihre Gaumenfreuden verzichten wollen. Warum und wieso aber auch immer Menschen Fleisch essen: Die weitreichenden Konsequenzen, die dieser Gaumenkitzel mit sich bringt, müssen vom Unterbewusstsein verdrängt werden. Nebst dem Gefühl des moralischen Angriffs ist es demnach auch die Auseinandersetzung mit dem Töten des Tieres, weshalb sich viele Fleischesser in der Nähe von Vegetariern unbehaglich fühlen. Dieser Zwiespalt, Tiere einerseits zu lieben und sie trotzdem zu töten und aufzuessen, ist es, der bei Fleischessern für Unbehagen sorgt und von Forschern als "Fleisch-Paradoxon" bezeichnet wird.

    Bernadette Raschle

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