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  • Petition gegen den Raubbau der Natur

    Die 6.000 Einwohner von Woodlark Island - einer Insel vor Papua-Neuguinea - leben in Harmonie mit den Urwäldern ihrer Heimat. Auf dieser Insel existieren mindestens 42 endemische Arten, darunter auch der Woodlark Kuskus, ein nachtaktives Beuteltier. Wissenschafter sind sicher, dass sich auf dieser Insel noch mehr zahlreiche unbekannte Arten verbergen. Doch nun soll diese Insel für Bauholz und Gartenmöbel abgeholzt werden.

    Die Vernichtung dieser Wälder wäre ein Raubbau an der Natur sondergleichen. Mehr als 40 endemische Tier- und Pflanzenarten würden ihrer Heimat beraubt. Trotzdem will das malaysische Unternehmen Karridale Limited 17.600 Hektar Wald roden, ein Fünftel der gesamten Insel, jedoch Einheimische gehen davon aus, dass die Firma mehr als doppelt so viel abholzen will. Die Bevölkerung lehnt das Projekt ab, denn viele fühlen sich überrumpelt und sorgen sich um die Natur ihrer Heimat. Forscher fürchten, dass etliche Tierarten ihre Lebensgrundlage verlieren.

    Die 6.000 Einwohner der Insel sind zu schwach, um sich allein gegen die Zerstörung ihrer Heimat wehren zu können. Bitte stelle auch Du Dich an ihre Seite und unterstütze sie mit der Unterzeichnung der nachffolgend verlinkten Petition:

    Petition E

  • Immer mehr, immer schneller, immer billiger .......

    Autor Manfred Karremann blickt für die ZDF-Reihe “37°” hinter die Kulissen der Massentierhaltung

    Woher kommt das Fleisch, das wir täglich essen? Wie viel ist ein Tierleben wert? Der Autor Manfred Karremann widmet sich in seinem neusten Film dem Thema Massentierproduktion. Die Dokumentation ist heute Abend um 22.15 Uhr in der ZDF-Reihe “37°” zu sehen.
  • Tierschutz kontra Kinderschutz?

    Lesenswerter Tierschutz-Beitrag aus dem Blog von Tierfreund Bernd Nowak vom 13. Oktober 2014

    Immer wieder wird Tierrechtlern vorgeworfen, daß sie sich doch lieber um soziale Mißstände in der Welt, wie z.B. Kinderarbeit, kümmern sollen. Das kommt dann meistens von Leuten, die sich selbst weder um das eine noch das andere kümmern, oft von absoluten Fans des Kapitalismus, der ja das Grundübel des Menschenelends und der Ungleichheit ist. Diese Typen wollen Unterdrückte und Ausgebeutete gegeneinander ausspielen.

    Selbstverständlich ist es wichtig, an allen Fronten zu kämpfen, aber die Bekämpfung des Unrechts, welches den Tieren angetan wird, sollte der Bekämpfung der Obdachlosigkeit, der Kinderarbeit und anderer Übel in dieser Weilt keineswegs untergeordnet werden, wie z.Bsp. nach dem Motto: „Wer sich für Tierrechte einsetzt, der schwächt Obdachlosen - Kinder - und andere Menschenrechte“. Das ist totaler Unsinn, denn meistens sind die Tierrechtler Menschen, die aus Mitleid aktiv werden und mitleidige Menschen sehen das Leid in der Welt, sowohl das von Tieren, sowie auch das von Menschen, wohingegen empathielose und unbarmherzige Menschen sowohl das Leid der Mitmenschen wie auch das der Tiere nicht berührt.

    Weshalb in unserer Zeit das Kümmern um das Leid der Tiere an erster Stelle stehen sollte, hat auch damit zu tun, daß mittlerweile Menschenleid immer mehr Gehör findet, Tiere aber haben keine Stimme und im Gegensatz zu früheren Jahrhunderten und Jahrtausenden hat das Tierleid zahlenmäßig zugenommen, schon durch den enormen Zuwachs an Menschen auf der Erde und dem damit verbundenen zahlenmäßig enorm zugenommenen Tierleid der Nutztiere, die zu Nahrungszwecken des Menschen nun milliardenfach in der Massentierhaltung geschunden werden. Es muß eine Wertigkeit geben: Wer sind die derzeit Bedürftigsten? Das sind eindeutig die Nutztiere, denn so wie alltäglich Milliarden von Nutztieren geschunden werden, werden Menschen ganz gewiss nicht geschunden.

    Wenn man sozial eingestellt ist, dann wird man ja auch bei Menschen sich zuallerst um die Ärmsten der Armen kümmern, die in unserem Land die Obdachlosen sind oder auch die zu Unrecht in Gefängnissen und Psychiatrien Eingesperrten - man denke an den Fall Mollath - oder an die Schwerstkranken, die in Pflegeheimen unter Schmerzen dahinsiechen. Das sind die menschlichen schweren Fälle, denen zuerst unsere Hilfe zuteil werden muß, wenn es um Menschen geht. Auch ist es wahr, daß z.B. die Einführung von Hartz-IV ein Verbrechen war und man sollte sich auch für die Hartz-IV-Geschädigten einsetzen. Aber trotz aller menschlichen Nöte sollte unser hauptsächliches Mitleid und unsere ganz besondere Hilfe an erster Stelle den am schlimmsten Betroffenen gelten, nämlich den von der Menschheit geschundenen und gequälten Nutztieren.

    Wer natürlich als Mensch dem Speziesismus anhängt, in Tieren nur minderwertige Geschöpfe sieht und den Menschen als die „Krone der Schöpfung“ betrachtet, dem wird dies nicht einleuchten. So verwunderte sich dieser Tage die bekannte Professorin Dr. Ute Frevert in einem Vortrag im Deutsch-Amerikanischen-Institut in Heidelberg, in welchem sie über Mitleid und Empathie sprach, darüber, daß es lange vor der Gründung von Kinderschutzvereinen bereits schon Tierschutzvereine gab, was ihr noch heute Kopfschütteln abnötigen würde. Aber dieses Kopfschütteln ist die typische Reaktion einer Speziesistin, die zwar große Empathie und echtes Mitleid mit Menschen empfindet, dieses aber leider abkoppelt von der Empathie und dem Mitleid mit Tieren, wodurch Tiere letztlich als minderwertige Lebewesen diskriminiert werden.

    Daß diejenigen, die sich nur mit dem Leid der Menschen beschäftigen, merkwürdigerweise so gut wie nie die gesellschaftlichen Wurzeln des Übels benennen, ist auch typisch. Es wird immer nur an den Symptomen herumgedoktert, aber nie das Übel der Ungleichheit der Menschen im Kapitalismus angegriffen. Wo durch die Ausbeutung von Menschen durch andere Menschen Profit erzielt werden kann, wird es immer soziales Elend geben, das zwar ein wenig gemildert werden kann, aber das Grundübel bleibt.

    Aus der privaten Postkartensammlung von Bernd Nowack:

    Die Postkarte ist aus dem Jahre 1937 und stammt von der Firma Fischer &. Franke, Kaffee - und Tee - Import Leipzig und Hamburg und zeigt Kinderarbeiter aus Mexiko, die hinter Stacheldraht „Hilfsarbeit“ machen. Damals wäre niemand auf die Idee gekommen, diese Kinder zu bemitleiden oder gar gegen derartige Kinderarbeit aktiv zu werden, denn damals war Kinderarbeit, besonders in Ländern der Dritten Welt, die natürlichste Sache der Welt.

    Wenn es aber gelang, Kinderarbeit bei uns und auch in anderen Ländern zu ächten und es heute für Kaffee-Produzenten nicht mehr möglich ist, mit solch einer Postkarte mitleidslos zu werben, warum sollte es dann nicht auch möglich sein, daß Werbung für Fleisch und andere Tierqualprodukte alsbald der Vergangenheit angehört? Der Gesetzgeber verbietet in Deutschland dieses und jenes und es gibt bei uns eine Regeldichte, die nicht seinesgleichen in der Welt findet. So darf z.Bsp. für Tabakwaren nicht mehr in den Medien geworben werden, jedoch für tierische Produkte sehr wohl. Mit welcher Begründung? Bei Tabak verkürzt eventuell der Raucher sein eigenes Leben, schadet aber keinem Dritten. Für tierische Produkte hingegen schaden wir Menschen nicht nur den Tieren, sondern wir quälen und malträtieren sie milliardenfach so extrem für einen unnötigen „Gaumenschmaus“, wie wir es nicht mal unseren schlimmsten menschlichen Feinden wünschen würden.

    Bernd Nowack
    Quelle: www.barrynoa.blogspot.de

  • Vortrag von Daniela Böhm zum Earth Peace Day

    ZITAT DER WOCHE :

    Grossartiger Vortrag von Daniela Böhm zum Earth Peace Day am 21.6.2014 in Augsburg

    Earth Peace Day: Ein Tag des Friedens auf dieser Erde, diesem einzigartigen Planeten, der unsere Lebensgrundlage ist. Wie wunderschön ist der Gedanke, dass es einen solchen Tag und viele mehr wirklich geben könnte. Frieden in dieser Welt ist weit mehr als die bloße Abwesenheit von ungerechten Kriegen, und zu keiner Zeit gab oder gibt es einen gerechten Krieg, nur Menschen, die um jeden Preis Recht haben wollen und eine mächtige Rüstungsindustrie, die sich am Töten bereichert. Ein einziges unschuldiges Kind, das für einen sinnlosen Krieg sterben muss, ist ein Kind zuviel.

    Laut eines Berichts vom schwedischen Rüstungsforschungsinstitut SIPRI beliefen sich die Ausgaben der Rüstungsindustrie im Jahre 2013 auf 1,747 Milliarden Dollar. Was könnte man mit dieser unvorstellbaren Summe alles an Gutem bewirken, wie viele Menschenleben retten und Kinder vor dem Verhungern bewahren. Der Wunsch nach Frieden und die Rüstungsindustrie passen nicht zusammen. Das ist so, als würde man zum Einschlafen eine Schlaftablette nehmen und gleichzeitig einen Espresso trinken. Es ist absurd.

    Frieden beschränkt sich aber nicht nur auf das menschliche Miteinander, er betrifft alle Lebensformen, auch die Erde als Grundlage unseres Seins. In allen Sprachen gibt es den Begriff der Mutter Erde. Warum vergiften wir sie dann mit Chemikalien, zerstören ihre Wälder, entziehen ihr die Kraft und rauben sie aus? Es ist so, als würde man Krieg gegen seine eigene Mutter führen, die einem das Leben geschenkt hat. Es hat seinen Grund, warum all die Edel- und Halbedelsteine, auch Metalle, in der Erde verborgen sind. Doch um beispielsweise Gold zu gewinnen, werden oft Regenwälder zerstört, die Erde und Menschen deshalb mit Blei vergiftet und riesige Diamanten- und andere Minen schlagen ihr tiefe Wunden und höhlen sie aus. Dieser Planet wird mit Gift und Chemie überschüttet, ob es die Pestizide sind, die Antibiotika aus der Massentierhaltung, die mysteriösen Chemtrails, das Fracking, der Plastikmüll in den Ozeanen oder Plastiknanoteilchen, die ins Grundwasser gelangen: Es findet eine systematische Vergiftung und Ausbeutung statt.

    So viele Menschen sind sich dessen bereits bewusst und bemühen sich um Veränderungen, damit diese Welt eine bessere wird. Und sie möchten auch nicht länger Teil eines Systems sein, das jeden Tag Krieg gegen die Natur führt. Denn es ist ein System, das dahinter steckt und erheblich dazu beiträgt, dass dieser Planet zerstört wird. Ein grausames Monopoly, bei dem es nur wenige Gewinner gibt. Vor allem Banken, Versicherungen und multinationale Großkonzerne. Ein System, das uns Sicherheit und Glück vorgaukeln will, indem wir Gold kaufen oder noch eine Lebensversicherung abschliessen und viele folgen ihm wie Lemminge, ohne es zu hinterfragen.

    Die meisten Menschen auf dieser Welt sind dabei die ganz großen Verlierer. Ein Konzern wie Nestlé zum Beispiel, ignoriert das Grundrecht auf Wasser, bringt natürliche Wasserquellen in ärmeren Ländern in seinen Besitz und verkauft dann teure Plastikflaschen, die sich die Menschen dort nicht leisten können. Monsanto hat unzählige Kleinbauern auf der ganzen Welt in den Ruin getrieben und vergiftet mit seinem Unkrautmittel Roundup Menschen, Tiere und die Erde. Eine Firma wie McDonalds hat nicht nur Milliarden von Tieren auf den Gewissen, sondern auch einzigartige, nie wieder wachsende Regenwälder, welche für die Viehzucht zerstört wurden. Das Geld ist zu einer Wesenheit geworden, die es eigentlich nicht gibt, und dennoch werden wegen Geld Kriege geführt, müssen Menschen unter unwürdigen Bedingungen arbeiten, werden wir krankgemacht und wird unsere Erde zerstört.

    Geld sollte dem Menschen als Tauschmittel dienen, wie ursprünglich gedacht, aber heute ist es umgekehrt. Der Mensch dient dem Geld, alles ist nach Gewinn und Profit ausgerichtet, um jeden Preis. Doch dieser Preis, den wir, die Erde und alle anderen Bewohner zahlen, ist viel zu hoch. Es gibt kein unbegrenztes Wachstum, auch nicht in der Natur. Das ist ein fataler Irrtum. Diese Sicherheit, nach der wir streben, ist vielmehr im menschlichen Miteinander zu finden, in dem Füreinander da sein.

    Und der Frieden, nach dem wir uns sehnen, beginnt sicher auch bei uns selbst. Menschsein ist kein Leichtes. Von allen Lebensformen hat der Mensch die größte Verantwortung und muss sich ständig mit seiner widersprüchlichen Natur auseinandersetzen. Wir alle tragen Verletzungen in uns, kämpfen mit kleinen und großen Schwächen und Ängsten oder müssen Niederlagen auf unserem Lebensweg verkraften, die ungerecht erscheinen. Wir verlieren geliebte Menschen, die uns nahestanden, und tragen oft genug an der Last des Alltags. Inneren Frieden zu finden, ist nicht einfach und es gibt wohl kaum ein Patentrezept dafür. Vielleicht ist der Anfang aber mit einer liebevollen Einstellung zu uns selbst gemacht und einer grundsätzlichen Akzeptanz all dessen, was unseren Lebensweg ausmacht.

    Nach Frieden zu streben, muss aber auch den anderen Bewohnern dieses Planeten gelten: unseren kleinen Brüdern und Schwestern, den Tieren. Nicht umsonst findet heute gleichzeitig die Veganmania statt. Die vegane Lebensweise ist eine friedfertige, denn sie respektiert das naturgegebene Recht auf Leben, das jedem Wesen zusteht.
    Sie ist keine Spinnerei oder Modeerscheinung, auch kein Allheilmittel, bei dem es nur um die eigene Gesundheit geht. Sie ist eine der Grundvoraussetzungen für den Frieden auf dieser Welt und eine ethische Verpflichtung gegenüber den Schwächsten der Schwächsten.

    Diese Erde ist getränkt vom Blut der Tiere – tagtäglich findet ein unendliches Grauen in den Schlachthäusern und Massentierhaltungen dieser Welt statt, in den Versuchslaboren und Pelzfarmen, den Stierkampfarenen oder Tierheimen in Ost- und Südeuropa. Wie kann diese Welt zu dem friedlichen Paradies werden, wie wir Menschen es uns wünschen, wenn schwächeren Lebewesen ständig Gewalt angetan wird? Das ist Krieg, der durch ein anthropozentrisches System gerechtfertigt wird, in dem der Mensch über Schwächere herrscht! Er findet jeden Tag vor unserer Haustür statt, in den frühen Morgenstunden tobt er in den Schlachthäusern – ein barbarischer Krieg an unschuldigen Wesen.

    Frieden auf dieser Erde kann nicht möglich sein, solange wir Tiere ausbeuten und töten. Bei seinem Marsch nach Washington am 28. August 1963 hielt Martin Luther King seine berühmte Rede, die mit dem Satz begann: "I have a dream". Mit diesem Tag begann das Ende der Diskriminierung von dunkelhäutigen Menschen.
    Jetzt ist es an der Zeit, das Ende des Rassismus zu fordern, den der Mensch den Tieren auferlegt hat, indem er sie in ein Klassensystem gesteckt hat, an dessen unterster Stelle die sogenannten Nutztiere stehen, welche wie die Sklaven von einst gehalten werden und am Ende ihre unwürdigen Lebens geschlachtet werden.

    Wir alle haben diesen Traum von einer friedlichen Welt. Er kann sich erfüllen. Doch das wird nur möglich sein, wenn wir die Verbundenheit aller Lebensformen auf diesem Planeten anerkennen, auch die Verbundenheit mit der Erde selbst, wenn das Miteinander gelebt wird und nicht das Gegeneinander. Nach Frieden zu streben, muss alle Lebewesen und Lebensformen mit einbeziehen.
    Diese Erde ist ein einzigartiges Wunder mit all seinen Bewohnern, die schon lange vor uns da waren. Alles und jedes Lebewesen bedarf unserer Wertschätzung und Empathie. Die Erde selbst, genauso wie die Tiere. Der kleine Regenwurm, der fleißig die Erde umgräbt, verdient sie ebenso wie ein Apfelbaum, der uns seine Früchte schenkt oder der Bauer, der den Acker umgräbt.

    (C) Daniela Böhm 2014

  • Das Oktoberfest: Kein "Schmankerl" für die Tiere

    Enten auf Drahtgittern, verweste Hühnerkadaver, verstümmelte Puten und Hygienechaos. Das Fazit der SOKO Tierschutz Recherche wichtiger Oktoberfest-Lieferanten fällt verheerend aus. Während die Buden und Zelte mit lachenden Schweinen und Hühnern auf grünen Wiesen werben, sieht die Realität völlig anders aus.

    SOKO Tierschutz untersuchte Tierzüchter der Oktoberfest-Lieferanten Leonhard Gross, Gutshof Niederaltenburg, Donauland Geflügel (Wiesenhof) und Hubers Landhendl.

    Reinhard May über Politiker: "Sei wachsam"

    Lyrics:

    Ein Wahlplakat zerrissen auf dem nassen Rasen,
    sie grinsen mich an, die alten aufgeweichten Phrasen.
    Die Gesichter von auf jugendlich gemachten Greisen,
    die Dir das Mittelalter als den Fortschritt preisen.
    Und ich denk' mir, jeder Schritt zu dem verheiß'nen Glück
    ist ein Schritt nach ewig gestern, ein Schritt zurück.
    Wie sie das Volk zu Besonnenheit und Opfern ermahnen,
    Sie nennen es das Volk, aber sie meinen Untertanen.
    All das Leimen, das Schleimen ist nicht länger zu ertragen,
    wenn du erst lernst zu übersetzen, was sie wirklich sagen:
    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
    Halt du sie dumm, -- ich halt' sie arm!

    Sei wachsam! Präg' dir die Worte ein!
    Sei wachsam, fall nicht auf sie rein!
    Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt,
    die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
    Sei wachsam, merk' dir die Gesichter gut!
    Sei wachsam, bewahr dir deinen Mut.
    Sei wachsam und sei auf der Hut!

    Du machst das Fernsehen an, sie jammern nach guten, alten Werten.
    Ihre guten, alten Werte sind fast immer die verkehrten.
    Und die, die da so vorlaut in der Talk-Runde strampeln,
    sind es, die auf allen Werten mit Füßen rumtrampeln:
    Der Medienmogul und der Zeitungszar,
    die schlimmsten Böcke als Gärtner, na wunderbar!
    Sie rufen nach dem Kruzifix, nach Brauchtum und guten Sitten,
    doch ihre Botschaft ist nichts als Arsch und Titten.
    Verrohung, Verdummung, Gewalt sind die Gebote,
    ihre Götter sind Auflage und Einschaltquote.
    Sie biegen die Wahrheit und verdrehen das Recht:
    So viel gute alte Werte, echt, da wird mir echt schlecht!

    Sei wachsam, präg´ dir die Worte ein .......

    Es ist 'ne Riesenkonjunktur für Rattenfänger,
    für Trittbrettfahrer und Schmiergeldempfänger,
    'ne Zeit für Selbstbediener und Geschäftemacher,
    Scheinheiligkeit, Geheuchel und Postengeschacher.
    Und die sind alle hochgeachtet und sehr anerkannt,
    und nach den schlimmsten werden Straßen und Flugplätze benannt.
    Man packt den Hühnerdieb, den Waffenschieber läßt man laufen,
    kein Pfeifchen Gras, aber 'ne ganze Giftgasfabrik kannst du kaufen.
    Verseuch' die Luft, verstrahl' das Land, mach ungestraft den größten Schaden,
    Nur laß dich nicht erwischen bei Sitzblockaden!
    Man packt den Grünfried, doch das Umweltschwein genießt Vertrau'n,
    und die Polizei muß immer auf die Falschen drauf hau'n.

    Sei wachsam, präg' dir die Worte ein .........

    Wir haben ein Grundgesetz, das soll den Rechtsstaat garantieren.
    Was hilft's, wenn sie nach Lust und Laune dran manipulieren,
    die Scharfmacher, die immer von der Friedensmission quasseln
    und unterm Tisch schon emsig mit dem Säbel rasseln?
    Der alte Glanz in ihren Augen beim großen Zapfenstreich,
    Abteilung kehrt, im Gleichschritt marsch, ein Lied und heim ins Reich!
    „Nie wieder soll von diesem Land Gewalt ausgehen!"
    „Wir müssen Flagge zeigen, dürfen nicht beiseite stehen!"
    „Rein humanitär natürlich und ganz ohne Blutvergießen!"
    „Kampfeinsätze sind jetzt nicht mehr so ganz auszuschließen."
    Sie zieh'n uns immer tiefer rein, Stück für Stück,
    Und seit heute früh um fünf Uhr schießen wir wieder zurück!

    Sei wachsam, präg' dir die Worte ein ............

    Ich hab' Sehnsucht nach Leuten, die mich nicht betrügen,
    die mir nicht mit jeder Festrede die Hucke voll lügen,
    Und verschon' mich mit den falschen Ehrlichen,
    die falschen Ehrlichen, die wahren Gefährlichen!
    Ich hab' Sehnsucht nach einem Stück Wahrhaftigkeit,
    nach 'nem bißchen Rückgrat in dieser verkrümmten Zeit.
    Doch sag die Wahrheit und du hast bald nichts mehr zu lachen,
    Sie werden dich ruiniern, exekutiern und mundtot machen,
    erpressen, bestechen, versuchen, dich zu kaufen.
    Wenn du die Wahrheit sagst, laß draußen den Motor laufen,
    Dann sag sie laut und schnell, denn das Sprichwort lehrt:
    Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd.

    Sei wachsam, präg' dir die Worte ein .........

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