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  • Volksverdummungsmaschinerie Tierversuch

    Von Herrn Ulrich Dittmann

    Nicht nur ausgewiesene Tierfreunde fordern ethisch begründet die Abschaffung von Tierversuchen. So sprachen sich bei einer ZDF-Telefon-Befragung in Deutschland 75% gegen Tierversuche aus. 17,5 % sahen sie als "bedingt notwendig" an, nur mehr 7,5% der Anrufer bejahten Tierexperimente.

    Vor allem wissenschaftlich begründet wird mehr und mehr Kritik an der Methodik der Tierversuche laut. Die "Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V." artikuliert es auf den Punkt: "Tierversuche sind nicht nur nicht notwendig, sondern ein unkalkulierbares Risiko für den Menschen."

    Wahre Worte, bitter belegt durch harte Zahlen. Jedes Jahr sterben in Deutschland 20.000 Patienten an den Folgen von Medikamenten; alle natürlich "zum Wohle des Menschen" am Tier getestet - und für gut befunden. Tiere unterscheiden sich aber grundsätzlich vom Menschen - in Anatomie, Physiologie, Psyche, Lebenserwartung, ihrem Sozialverhalten, Biorhythmus und Stoffwechsel. Hinzu kommen krasse Unterschiede zwischen einzelnen Tierarten und Individuen. So können Kaninchen Knollenblätter- oder Fliegenpilze mümmeln, Strychnin an Affen verfüttert, Zyankali Eulen eingegeben werden usf. All dies überstehen sie unbeschadet, währenddessen solche Ernährungsexperimente dem Menschen gewißlich großes Ungemach bereiten würde.

    Dr. med. Werner Hartinger : "Menschliche Erkrankungen haben nichts mit denen (Anmerk.: zudem künstlich erzeugten Krankheiten) der Tiere zu tun, was die psychologischen Krankheiten deutlich dokumentieren. Alternative Methoden sind auch wissenschaftlich belegt besser und sicherer, nur fehle es meistens an der Validierung, d.h. rechtsgültiger Anerkennung von Versuchsergebnissen. Der Verzicht auf Tierversuche würde dazu führen, daß sich die medizinische Forschung endlich dem richtigen Subjekt zuwenden würde, nämlich dem Menschen. Auch als "Vorfilter" ist der Tierversuch ungeeignet und dient nur als Alibi. Tierversuche müssen daher auch aus humanen Gründen, zum Schutz des Menschen, abgeschafft werden."

    Das Verlangen nach einem gesetzlichen Verbot der Tierexperimente zielt also nicht allein darauf ab, Tiere vor Qual und Mißhandlung zu bewahren, sondern auch, zum Schutze des Patienten endlich eine ganzheitliche Humanmedizin durchzusetzen !
    Dieser Forderung stehen heute im Zeitalter weltweit vernetzter Computersysteme, Zellforschungseinrichtungen etc. in der Praxis auch weniger medizinische und wissenschaftliche Gründe entgegen, denn verkrustete Strukturen und an wohl dotierten Stellen klebende Lobbyisten, Politiker und sonstige Entscheidungsträger, sowie ewiggestrige "Forschungs-Dinosaurier".

    Doch ist hier etwas Hoffnung in Sicht. Es ist ein "Paradigmenwechsel" zu beobachten, d.h. ein Wandel der Ansichten auf vielen Ebenen. Über Jahrhunderte tradierte Verhalten bröckeln: Was früher noch als unabdingbar und vorbildlich galt, wird in Frage gestellt.
    Man huldigt beispielsweise nicht mehr kritiklos Chemie und Pharmaindustrie und wirft hemmungslos "Hammerpräparate" nach dem Motto "viel hilft viel" ein, sondern besinnt sich mehr auf eine sanfte Medikation - hinterfragt mehr und mehr heute auch bei Ärzten und der Wissenschaft den (Un)-Sinn der Tierversuche.

    Doch alle Anstrengungen der Gutwilligen im Sinne eines besseren Tier- und Menschenschutzes verröcheln letztlich im Würgegriff der weltweit finanziellen Interessen. Es gibt für die "Dornenkrone der Schöpfung" eben kaum eine größere Lust und Freude, als seine Gier im monetären Bereich zu befriedigen. Und das ist in der Tat ein kaum lösbares Problem. Zu sehen ist das Modell "Tierversuch" als gigantischer Wirtschaftsfaktor, fest etabliert und verzahnt im Getriebe der Geschäftemacherei mit Krankheiten (Buchtip :"Die Krankheitserfinder" von Jörg Blech).

    Angefangen beim kleinen Versuchstierhändler bis hin zu großen, global agierenden Industrieunternehmen : Viele angeln im Blut der Tiere nach kleinen oder großen Profiten - und nicht zuletzt nach "ehrenvollen" Doktorwürden oder internationalen Auszeichnungen. Das Verlangen nach einem gesetzlichen Verbot der Tierexperimente zielt also nicht allein darauf ab, Tiere vor Qual und Mißhandlung zu bewahren, sondern auch, zum Schutze des Patienten endlich eine ganzheitliche Humanmedizin durchzusetzen !

    Dieser Forderung stehen heute im Zeitalter weltweit vernetzter Computersysteme, Zellforschungseinrichtungen etc. in der Praxis auch weniger medizinische und wissenschaftliche Gründe entgegen, denn verkrustete Strukturen und an wohl dotierten Stellen klebende Lobbyisten, Politiker und sonstige Entscheidungsträger, sowie ewiggestrige "Forschungs-Dinosaurier".

    Tierversuche kosten zwar Millionen - bringen aber Milliarden. Und gewähren als Alibi-Funktion Straffreiheit, falls etwas passiert. Deshalb macht man sie. Auf diese kurze Formel gebracht, treffen die für Tierversuchsbefürworter gewißlich ketzerisch klingenden Worte jedoch den Kern der Sache. Tierversuchsgegner bestreiten keinesfalls die Notwendigkeit einer Forschung - nur die anachronistische Methode mit grausamen Tiermorden und daraus resultierendem Veterinärmedizin-Erkenntnissen, die Spezies Mensch beglücken zu wollen.

    In diesem Sinne gilt es weiter zu kämpfen : Für eine ganzheitliche Humanmedizin und gegen eine mächtige "Volksverdummungsmaschinerie Tierversuch", die hier seit Jahrzehnten ähnlich unredlich-grotesken Rechtfertigungsstrategien auf der Schiene "zum Wohle des Menschen" fährt - analog einer Argumentation "Kein Krieg - und die bittere Not der Rüstungsindustrie".

    Ulrich Dittmann

  • Das schmutzige Geschäft auf der Messe EuroTier

    Lesenswerter Artikel von der Tierethikerin Friederike Schmitz über die Tierhaltungsmesse "EuroTier" in Hannover :

    Auf der weltgrößten Fachmesse für Nutztierhaltung, der EuroTier in Hannover, konnte man vergangene Woche nicht nur erleben, wie weitgehend Tiere in der modernen Fleisch-, Milch- und Eierindustrie als bloße Waren und Maschinen angesehen und behandelt werden. Sondern auch, welchen Aufwand die Industrie betreibt, um genau dies zu verschleiern.

    Warum dekorieren Stallbaufirmen ihre Stände mit Bildern von süßen Tieren auf grünen Wiesen, wenn sie doch Gitter, Kastenstände, Spaltenböden und Gülleschieber für Mastanlagen herstellen? Warum wird von „Kuhkomfort" gesprochen, wenn es um Plastikmatten für verdreckte Ställe geht, in denen Kühe ein Leben lang eingesperrt sind?

    Wie kann es sein, dass ein Käfig für Muttersauen „Freilauf-Abferkelbucht" genannt wird - nur weil die Sau darin nach der Geburt der Ferkel gerade mal genug Platz hat, um sich einmal um die eigene Achse zu drehen, wenn überhaupt?

    Der einfache Grund: Was Tieren in der gegenwärtigen Nutztierhaltung angetan wird, ist so schrecklich, dass noch nicht einmal die Fachleute es aushalten. Man muss sich das einmal klarmachen: Schweine sind überaus empfindsame Tiere, sie sind schlauer als Hunde, ausgesprochen neugierig und haben komplexe soziale Fähigkeiten.

    In Deutschland werden knapp 60 Millionen dieser Tiere jährlich geschlachtet. Einige von diesen müssen wochenlang in genau körpergroßen Käfigen, den Kastenständen, dahinvegetieren, andere werden betäubungslos kastriert, die allermeisten verbringen ihr ganzes Leben in einstreulosen Vollspaltenbuchten, in denen sie nichts tun können außer zu trinken, zu fressen, zu koten und die Ringelschwänze der anderen Schweine anzufressen - deshalb werden diese Schwänze typischerweise im Ferkelalter abgeschnitten.

    Wie kann man das aushalten, und vor allem: wie kann man das vermarkten?

    Nur indem man die Realität beschönigt. Die Beschönigung geschieht im Kleinen an fast jedem Stand und im Großen im Hinblick auf die ganze Messe. So wird in Pressemitteilungen vollmundig behauptet, auf der EuroTier stünden Fragen der Tiergesundheit und des Tierschutzes im Fokus und die Landwirte würden sich den Herausforderungen durch veränderte gesellschaftlich-politische Anforderungen stellen.

    Allerorten liest man von Tierwohl, Verantwortung, Tierkomfort und Nachhaltigkeit. Dabei geht es doch letztlich überall allein ums Geld: Wenn man sich die Werbebroschüren der Aussteller durchliest, sieht man, was letztlich verkaufsentscheidend für die angebotenen Produkte ist:

    Es geht um Effizienzsteigerungen in der Produktion durch verbessertes Stallmanagement, Vorteile durch Smartphone-Monitoring der Tiere, um Einsparungen durch bessere Futterverwertung, um verringerte Futtervergeudung durch neue Fütterungssysteme, um bessere Besamungsergebnisse, verkürzte „Zwischenkalbezeiten", schnellere Gewichtszunahme, höhere Eianzahl, besseren Fettgehalt.

    Auch bei den Dingen, die vordergründig als „Tierkomfort" oder „Tierschutz" bezeichnet werden, steht letztlich die Profitabilität im Vordergrund: Bequeme Liegematten für Kühe erhöhen die Milchproduktion, Wärmelampen für Ferkel reduzieren die Todesfälle.

    Und selbst die Tiergesundheit muss man offenbar den Tierhaltern erst mit Verdienstanreizen schmackhaft machen: „Eine gesunde Kuh ist eine profitable Kuh. Sie können mehr verdienen, wenn Sie die Gesundheit Ihrer Herde mit dem DeLaval Herd Navigator verbessern."

    Die Mastanlagen, Milchkuhställe und Legehennenanlagen der gegenwärtigen Tierindustrie sind grausige Orte. Selbst wenn die Tiere nicht, wie so oft, unter offensichtlichen Dingen wie Krankheiten und Verletzungen zu leiden haben - sie führen ein elendes Leben. Sie werden im Jugendalter von ihren Eltern getrennt, sie können zentrale Bedürfnisse nicht ausleben.

    Schweine können zum Beispiel nicht angemessen ruhen, kein Nest bauen, nicht wühlen, kein Erkundungsverhalten ausüben. Die Körper aller „Nutztiere" sind auf bestimmte Leistungen hin optimiert, die Nachteile für die Tiere mit sich bringen (schwache Knochen, überdimensionierte Euter), sie können auch nicht annähernd ein normales Sozialverhalten zeigen.

    Schließlich werden sie nach einem Bruchteil ihrer möglichen Lebensdauer im Lastwagen zum Schlachthof gefahren, wo sie in vielen Fällen bei vollem Bewusstsein getötet werden.

    All diese Probleme werden in der Forschungsliteratur und den Lehrbüchern für die Agrarwissenschaft selbst thematisiert: Seien es der Trennungsschmerz von Mutterkuh und Kalb, die Verhaltensstörungen der Sauen, die Bedürfnisfrustration der Mastschweine, das Federpicken der Legehennen, die Fußkrankheiten der Masthühner, die Skelettprobleme der Mastputen oder die Fehlbetäubungen im Schlachthof - all diese sind detailliert dokumentiert und statistisch erfasst.

    Sie bleiben dennoch millionenfache Realität.

    In der Außendarstellung der Branche wird all dies freilich gerne unterschlagen. Auch das konnte man, zum Thema Beschönigung, auf der EuroTier erleben: Auf die kritische gesellschaftliche Diskussion zur Massentierhaltung reagiert die Branche mit einer breiten Propaganda-Strategie und denkt sich immer neue Kampagnen aus, um die Akzeptanz der Bevölkerung - und damit der Käufer - zu behalten bzw. zurückzugewinnen.

    Die entsprechenden Institutionen wie Information. Medien. Agrar e.V., ein u.a. vom Bauernverband getragener Verein, präsentierten ebenfalls auf der EuroTier ihre Produkte - darunter eine Vielzahl von Materialien für Schulen. Die kostenlosen Broschüren für Lehrer sowie Poster und Arbeitsblätter für Schüler sind geradezu skandalös verharmlosend.

    Im Arbeitsblatt zu „Das Geflügel" - erstellt vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. - soll beispielsweise ein Lückentext mit vorgegebenen Wörtern ausgefüllt werden. „Geflügelhalter halten ihre Herden in Ställen, die auf das ___ ausgerichtet sind. Die Tiere können sich in den Ställen frei bewegen und natürlichen Verhaltensweisen wie Scharren, Picken oder ___ nachgehen". Einzufügen sind hier „Tierwohl" und „Staubbaden". Unterschlagen wird u.a., dass die Einstreu in Hühnermastställen gewöhnlich nach der Hälfte der Mastdauer bei einer Belegung von über 20 Hühner pro Quadratmeter so vollgekotet ist, dass das Staubbaden wohl kaum möglich ist.

    Natürlich wird außerdem im benachbarten Arbeitsblatt betont, wie gesund und nährstoffreich Geflügelfleisch sei. Auf dem Poster „Das Schwein", gestaltet von der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V., wird behauptet, die Schweine würden nach Erreichen ihres Schlachtgewichts „tiergerecht und schonend" zum Schlachthof transportiert.

    Das Plakat „Moderne Rinderhaltung" wurde von der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V. und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter e.V. erstellt. Darauf sind Boxenlaufställe von oben gezeichnet, anhand von Nummern in den einzelnen Bereichen kann man die Beschreibungen zuordnen.

    Bei Nr. 5 heißt es: „Jungviehgruppe auf trittsicherem Spaltenboden. Der Boden fördert die Klauenfestigkeit und die Sauberkeit der Tiere." Tatsächlich ist der Vorteil der Spaltenböden, dass Kot und Urin durchfallen und die Anlagenbetreiber Arbeitszeit einsparen. Im Vergleich zu Weide oder Stroh ist der Spaltenuntergrund für Rinder allerdings von grossem Nachteil.

    Sie können sich verletzen und stehen kontinuierlich über und in ihrem eigenen Kot. Der Boxenlaufstall für Milchkühe gewähre ihnen „ausreichend Bewegungsfreiheit", heißt es auf dem Poster - ebenfalls eine massive Verharmlosung, wenn man bedenkt, dass Rinder im Freien bis zu 13 km pro Tag zurücklegen.

    Die FNL (Fördergemeinschaft für Nachhaltige Landwirtschaft) hat laut Eigendarstellung das Ziel, „auf der Basis solider Fakten über die vielfältigen Leistungen der Landwirtschaft" zu informieren und die nachhaltige Landwirtschaft zu fördern. Es handelt sich allerdings um einen Zusammenschluss von Lobbygruppen und Unternehmen der Großagrarindustrie, darunter Bauernverband, Zentralverbände für Geflügelwirtschaft und Schweineproduktion, BASF, Bayer CropScience, Monsanto etc.

    Neben einer Vielzahl von Broschüren gestaltet der Verein auch den „ErlebnisBauernhof" sowie das „Schweinemobil" und das „Kuhmobil", womit ebenfalls beschönigte Darstellungen der Tierhaltung an zahlreiche Schüler und Besucher vermittelt werden. Das Problem ist hierbei aber nicht nur die Unterschlagung von haltungsbedingten Leiden der Tiere, sondern das Problem ist darüber hinaus ein völlig reduziertes Bild vom Tier.

    Als sei schon alles in Ordnung, wenn ein Tier ausreichend Wasser und Futter und einen richtig temperierten Stall hat - was offenbar keinesfalls die Regel ist, warum sollte sonst die neue brancheneigene „Initiative Tierwohl" die freiwillige Verpflichtung von Landwirten belohnen, ihren Stall einem Klima- und Tränkewasser-Check zu unterziehen?

    Aber ein Schwein braucht mehr als sauberes Wasser und Futter. Wieder hilft der Vergleich mit dem Hund: Wer würde es in Ordnung finden, Hunde ihr Leben lang in engen, stinkenden Betonbuchten einzusperren? Tiere wie Schweine, Rinder und Hühner sind fühlende Lebewesen, es sind Individuen mit jeweils eigenen Eigenschaften und Vorlieben. Auch sie wollen ein Leben, das sich lohnt, gelebt zu werden. Auch sie verdienen Respekt und Rücksicht auf ihre Bedürfnisse.

    Bemerkenswert ist, dass in all den Lehr-Materialien, Broschüren und Funktionärs-Reden der Industrie bestimmte grundsätzliche Fragen gar nicht angesprochen werden. Was gibt uns überhaupt das Recht, fühlende Individuen auf ökonomische Zwecke hin zu züchten, sie einzusperren, in ihren Grundbedürfnissen einzuschränken, sie körperlich zu verstümmeln und sie schließlich umzubringen? Schließlich brauchen wir keine Tierprodukte, um gesund und gut zu leben.

    Es gibt für die gigantische Gewalt gegenüber Tieren keinerlei Rechtfertigung.

    Selbst wenn einzelne Aspekte der Ausbeutung über die Jahre durch neuere Technologien oder gesetzliche Reformen verändert würden - eine Aussicht, auf die die Industrie immer dann hinweist, wenn die Beschönigung allein nicht mehr überzeugen kann - ändert sich nichts daran, dass die Nutzung von Tieren zu Profitzwecken es notwendig macht, sich systematisch über ihre eigenen Bedürfnisse hinwegzusetzen.

    Die Fleisch-, Milch- und Eier-Industrien degradieren Tiere zu Waren und Produktionsmitteln und verursachen damit millionenfaches Leid. Sie verschleiern diese Realität durch finanzkräftige Imagekampagnen, womit sie die öffentliche Meinung massiv beeinflussen und Akzeptanz für eine Praxis schaffen, die von Grund auf schlicht inakzeptabel ist.

    Ermöglicht wird diese Praxis nicht nur durch die Konsumenten, die die so erzeugten Produkte kaufen, nicht nur durch den Staat und die Politik, die sie durch entsprechende Gesetze legitimieren und nur zu häufig Protest kriminalisieren.

    Nicht nur durch all die Menschen, die an den verschiedensten Stellen wie in Genehmigungsbehörden, Stallbaufirmen, Immissionsschutzbüros, Transportunternehmen, Messen und so weiter Entscheidungen treffen, die die Industrie unterstützen.

    Ermöglicht wird die gegenwärtige Gewalt auch durch jede einzelne Person, die sie schweigend hinnimmt, die sich einredet, die Dinge seien gar nicht so schlimm, durch jede Person, die nicht im Rahmen ihrer Möglichkeiten dagegen opponiert.

    Gegen die Beschönigung braucht es ehrliche Aufklärung über die Realität der Nutztierhaltung und eine echte Diskussion über ihre grundsätzliche Rechtfertigung. Gegen die milliardenschwere Industrie braucht es entschlossenen Protest und Widerstand.

    Quelle: www.huffingtonpost.de

  • Das kurze und leidvolle Leben der "Nutztiere"

    Aufgedeckt: Tierquälerei bei Eier-Produzenten

    Wegen Kennzeichnungs-Manipulationen stand die brandenburgische Firma "Landkost-Ei" bereits schon in der Vergangenheit massiv in der öffentlichen Kritik. Jetzt haben Aktivisten des Tierschutzvereins Deutsches Tierschutzbüro e.V. dokumentiert, wie bei Landkost-Ei Hühner für den Transport brutal in winzige Gitterwagen gepfercht werden. Der Verein hat bei der Staatsanwaltschaft Cottbus Strafanzeige wegen Tierquälerei erstattet. Die Eier werden vorwiegend in Berliner Supermärkten verkauft.

    Bereits schon 2008 sorgte die Firma Landkost-Ei Erzeugergemeinschaft aus Brandenburg für einen Lebensmittelskandal. Tierschützer hatten damals aufgedeckt, dass die Firma Eier von Hühnern, die keinen Freilauf hatten, als Eier aus Freiland- und/oder Biohaltung verkaufte. Tatsächlich saßen die Tiere gestresst und apathisch wirkend dicht gedrängt in riesigen Hallen. Die Außengelände waren zugewachsen und offensichtlich länger nicht mehr genutzt worden. Biotiere wurden sogar in einer Art Gitterverschlag, der an eine Legebatterie erinnert, gehalten.

    Jetzt haben Tierschützer des Deutschen Tierschutzbüros e.V. bei einer Recherche dokumentiert, wie in einem Stallkomplex der Landkost-Ei Erzeugergemeinschaft Hühner für den Transport brutal in Gitterwagen gezwängt wurden. Jan Peifer, Gründer des Deutschen Tierschutzbüros e.V., war vor Ort und berichtet: „Aus einer Halle wurden nach und nach Gitterwagen, voll beladen mit jungen Hühnern, herausgerollt. Die Tiere waren so eng zusammengepfercht, dass sie keine normale Körperhaltung einnehmen konnten. Dutzende Hühner mussten hilflos mit massiv verrenkten Hälsen und Beinen ausharren, das muss für die Tiere äußerst schmerzhaft gewesen sein.“

    Ebenfalls dokumentieren konnten die Tierschützer, wie aus einem der Gitterwagen verletzte und tote Hühner entsorgt wurden. „Anscheinend hatten einige Tiere den vorherigen Transport nicht überlebt“, so Jan Peifer, der Landkost bereits seit 2008 im Visier hat. Vor Ort mit dem Leiden der Tiere konfrontiert, zeigten die Mitarbeiter von Landkost keine Einsicht.

    „Der Umgang mit den Legehennen bei Landkost und die Gleichgültigkeit der Verantwortlichen zeigt einmal mehr, wie wenig das Leben oder Wohlbefinden eines Tieres in der industriellen Nutztierhaltung wert ist“, so Jan Peifer, „leider ist die von uns beobachtete Tierquälerei kein Einzelfall, sondern die Regel. Nicht ohne Grund werden die Massentierhaltungsställe mit Mauern, Bewegungsmeldern und Überwachungskameras gegen neugierige Blicke von außen abgeschirmt. Wir bitten daher alle Verbraucher, ihr Konsumverhalten zu überdenken. Je weniger Fleisch, Milch und Eier der Einzelne isst, um so eher wird das Leiden der Tiere in der Massentierhaltung ein Ende haben.“

    Das kurze und leidvolle Leben der "Nutztiere" :

    Eine kraftvolle 6-minütige Kurzdokumentation, die den Zuschauern die schockierende Wahrheit hinter der Produktion von Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern in deutschen Brütereien, Mastbetrieben und Schlachthöfen darlegt - und so die Reise sogenannter "Nutztiere" von der Farm in den Kühlschrank der Konsumenten aufweist :

  • Heike Heinze gegen Tierversuche

    Essay von Heike Heinze gegen Tierexperimente

    Im Jahr 1985 befreiten Tieraktivisten aus dem Labor einer amerikanischen Universität über 460 Versuchstiere. Darunter befand sich ein Makakenäffchen namens Britches, welches man kurz nach der Geburt von seiner Mutter getrennt hatte. Es sollte für ein "Blindenexperiment" drei Jahre zur Verfügung stehen. Da Britches aber nicht blind geboren wurde, sondern sehen konnte, hatte man ihm die Augenlider zugenäht und an seinem Kopf ein mit Bandagen befestigtes, elektrisches Sonargerät angebracht, das wie ein Blindenleitgerät funktionieren und Warntöne abgeben sollte.

    Das Äffchen lebte allein in einem winzigen Gitterkäfig, trug ein ausgefranstes Hemdchen, hatte zugeklebte Augen und tastete, wegen der ihm geraubten Sehfähigkeit, hilflos in seinem kleinen Umfeld nach einer Schutzmöglichkeit, die es aber nicht gab. Bilder des Jammers! Doch Britches wurde gerettet, die Bandagen entfernt, die Fäden, die die Augen erblinden lassen sollten, gezogen. Es wurde liebkost und es fand in einem mexikanischen Schutzgebiet ein neues Zuhause. Und dort eine bewundernswert liebe Makakenadoptivmama. Die Fotos (es existieren auch Videos) des geretteten Äffchens gingen um die Welt.

    Gerechtigkeit? Gibt es sie?
    Diese Frage beantwortet sich nach dem im Dezember 2012 gefallenen Urteil des Bremer OVG zugunsten des Professors Andreas Kreiter von der Universität Bremen, von selbst. Nein, es gibt keine Gerechtigkeit ... Trotz wiederholter, massiver Proteste der Bremer Bevölkerung dürfen Wissenschaftler auch 27 Jahre nach Britches' Befreiung im Namen des Volkes Geschöpfe quälen und anschließend töten. Andreas Kreiter, der sich, aufgrund des wie auch immer dargestellten Widerstands gegen seine Forschung, bedroht fühlt, wird auch zukünftig über eine Million Euro, selbstverständlich Steuergelder, verfoltern.

    Der Professor ist von der Vollendung seiner Arbeit so besessen, dass er ohne Rücksicht auf Zeit und Kosten (die für ihn keine Rolle spielen dürften) bis vor das Bundesverfassungsgericht gegangen wäre, hätte er verloren. Doch nun kann er wieder Hand anlegen.  Affen, Makaken wie Britches werden Elektroden in die  Schädel verpflanzt, die Tiere stundenlang auf einen Stuhl geschnallt, ihre Köpfe zur Bewegungsunfähigkeit fixiert und man verweigert den Affen das Element, was du, Welt, all deinen Lebewesen zugestehst: Wasser. Zeigen sie sich während des Experiments jedoch "kooperativ", gewehrt man ihnen die ersehnte Flüssigkeit, allerdings nur tröpfchenweise . Durst ist eine Folter, die nicht sichtbar ist.

    Später, wenn alles vorüber ist und die verstümmelten Tiere zu nichts mehr zu gebrauchen sind, wird ihnen nicht gestattet, weiterzuleben, so armselig ihr Dasein auch wäre. Sie werden getötet und entsorgt. Ein abscheulicher Dank für jahrelang ertragenes Leid, welches für einen Menschen unerträglich wäre. Was geht in den Befürwortern der Experimente an Tieren vor? Sind sie so unaufgeklärt und wissen nicht, dass es ethisch und moralische, sowie wissenschaftlich zuverlässigere Methoden gibt, Krankheiten zu erforschen oder was auch immer zu testen, ohne dass tagtäglich tausende Tiere in den Laboren aufs Barbarischste zu Tode kommen? Oder ist es diesen Leuten einfach egal?  Unterscheiden wir Menschen uns angeblich nicht nur von anderen Spezies, weil wir imstande sind, mitzufühlen? Darf man zusehen oder besser: urteilen, dass Mensch oder Tier zur Durstqual verdammt ist, sich selbst allerdings nach Lust und Laune lebenswichtige Flüssigkeit genehmigen und diese auch seinen Kindern und Haustieren nicht vorenthalten? Und kennt nicht jeder von uns, ob Richter oder Wissenschaftler, das furchtbare Gefühl, wenn man durstig ist? Würde nicht so mancher, dessen Hund oder Katze für Versuche auf diese Art und Weise in Laboren behandelt werden sollte, auf die Barrikaden gehen oder zu sonst was fähig sein? Viele Fragen. 

    Der Autor Manfred Kyber, dem 1930 in Genf der Welt-Tierschutzpreis verliehen wurde, sagte: "Die Vivisektion ist die größte und gemeinste Kulturschande der Gegenwart, sie ist moralisch und intellektuell dem Irrwahn der Hexenprozesse völlig gleichzustellen, und kein Volk, das sie duldet, hat das Recht, sich ein Kulturvolk zu nennen..."

    Dem ist auch nach über 80 Jahren nichts mehr hinzuzufügen.
    Heike Heinze

    Moralische Schizophrenie: Tierschutz und Brathähnchen ?

    Für den Tierschutz sein und doch Tiere essen, geht das ?
    Das unten eingebettete Video behandelt den von Gary L. Francione geprägten Begriff der "moralischen Schizophrenie", wonach sich die Menschen einerseits in Ihren Wertvorstellungen bezogen auf die Haustiere einig sind, gleiche Rechte für Nutztiere jedoch verweigern.
    Darüber hinaus möchte dieses Video dazu anregen, auch einmal die Begrifflichkeiten "Nutztier" und Haustier zu hinterfragen und zu schauen, in wie weit man selber diese völlig willkürliche Grenze zieht.

    Die meisten Menschen sind sich einig, dass Delfine, Eisbären, Gorillas oder Nashörner schützenswerte Arten sind, welche es vor Leid, Ausbeutung und Tod zu bewahren gilt, jedoch andererseits konsumieren diese Menschen oft gedanken - und gewissenlos die Produkte von sogenannten "Nutztieren" aus der Tierausbeutungsindustrie.

    Ein Tier jedoch, welches "nur" dazu geboren wurde, um für uns Milch - oder Fleischlieferant zu sein, wird ganz gewiss nicht weniger Schmerz empfinden und auch keinen geringeren Überlebenswillen haben als eines unserer geliebten Haustiere. Demnach ist unser Umgang mit sog. "Nutztieren" unmöglich zu rechtfertigen und jeder Tierfreund, der Tierqualprodukte konsumiert, macht sich als solcher unglaubwürdig und handelt schizophren.

  • Hoffnung für Rumäniens Strassenhunde

    Hoffnung für Rumäniens Strassenhunde :

    Überraschend ist nunmehr in Rumänien Iohannis Klaus zum neuen Präsidenten gewählt worden. Damit wächst für uns alle die Hoffnung, dass die sinnlosen und brutalen Tötungen von Straßenhunden endlich und endgültig eingestellt werden.
    Bereits schon als Bürgermeister von Brasov in Siebenbürgen hat sich der designierte Präsident gegen das Töten der Hunde ausgesprochen. Legen wir unsere Hoffnung nun in seine Hände, dass das Töten unschuldiger Strassentiere endlich ein sofortiges Ende findet.

    Lasse auch Du ihn wissen, wie sehr Du auf ihn baust und unterschreibe daher den von "Vier Pfoten e.V." an ihn adressierten Appell zwecks Beendigung der brutalen Hundemassaker.

    Petition E

    Wichtige Petition gegen Premarin - Farmen :

    Zehntausende schwangerer Stuten verbringen ihr ganzes Leben zusammengepfercht in Massentierfarmen in Kanada und den USA für die Herstellung des begehrten Medikamentes Presomen das aus dem Urin schwangerer Stuten gewonnen wird. Ihre Fohlen sind ein unerwünschtes "Nebenprodukt” dieser grausamen Praxis, und viele von ihnen enden in den Todesreihen der Schlachthäuser.

    "Aus einer natürlichen Quelle stammend." So bezeichnet der Hersteller in der Verpackungsbeilage die Herkunft seines Medikaments "Premarin." Presomen ist das in Deutschland am häufigsten verschriebene Östrogenpräparat und wird zur Zeit von ca. 1 Million Frauen eingenommen. Das Präparat wird u.a. auch in Hannover hergestellt.

    Dass es sich bei dieser "natürlichen Quelle" um ca. 75.000 Stuten handelt, die in rund 600 Massentierfarmen in Kanada und den USA ihr ganzes Leben lang zusammengepfercht dahinvegetieren müssen, wird nicht erwähnt. Bei Frauen lassen sich mit dem Medikament Premarin unangenehme Störungen und Gewebeveränderungen bekämpfen, die in den Wechseljahren aufgrund der reduzierten körpereigenen Produktion des Hormons Östrogen auftreten.

    Weltweit wird zu 80% das Medikament Premarin, auch Presomen genannt, verschrieben. Zur Gewinnung des Grundstoffes für dieses Produkt müssen die Stuten trächtig sein. Während der elf Monate dauernden Tragezeit werden die Stuten sieben Monate lang (von Oktober bis April) Tag und Nacht im Stall angebunden, damit der begehrte östrogenreiche Urin in einer fest an ihr Hinterteil gepressten Vorrichtung aufgefangen werden kann.

    Leider können wir von Deutschland aus, diese Farmen nicht verbieten. Aber wir können mithilfe der nachfolgenden Petition zumindest unseren Teil zum Verbot der Produktherstellung in Deutschland beitragen.
    Zur Petition:

    Petition E

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